EXA ICEFIGHTERS LEIPZIG

NAME: EXA ICEFIGHTERS Leipzig
SPORTART: Icehockey
GEGRÜNDET: 2010
WEBSITE: www.icefighters.de
STORY: Starker Verein, starkes Team, starke Fans: Die EXA Icefighters sind eine Institution in Leipzig. Und seit dem Umzug in die neue Spielstätte der Eisarena im Kohlrabizirkus haben alle Eisjünger auch wieder eine feste Basis!

 

 

Eiskalt in die Sommerpause mit Patenspieler Antti Paavilainen

Veröffentlicht am: 18.04.2019

Auch wenn der Abschluss der Saison 2018/19 etwas früher kam, als erwartet – die Leipziger Icefighters um Trainer Sven Gerike sind guter Dinge für die kommende Spielzeit. Auch dank der bereits beiden festen Neuzugänge Moritz Israel und Gianluca Balla (beide im Sturm). „Gianluca steht schon lange auf unserer Liste. Und Moritz war schon vor 3 Jahren bei unserem Tryout-Camp ein Kandidat für uns. Deshalb freue ich mich einfach, dass es endlich geklappt hat“, so der Coach.

Nach der Saison-Abschlussfeier heißt es jetzt aber erst einmal Sommerpause – und das bedeutet für viele Spieler von auswärts auch einen ausgedehnten Urlaub zu Hause. Deshalb haben wir uns noch einmal den Finnen Antti Paavilainen geschnappt und uns für ein ganz persönliches Abschlusstraining angemeldet. Der Ur-Krostitzer Patenspieler hat sich Zeit genommen – und uns zusätzlich noch ein paar Geheimnisse aus der Welt des Eishockeys verraten.

In Finnland ist immer Saison

Der erste Weg nach der gespielten Saison führt Antti tatsächlich auch erst einmal in den Urlaub. „Mit der Freundin, ins Warme.“ Der Abschied aus Leipzig ist dabei aber zunächst gar nicht so leicht. „Nach dem letzten Saisonspiel und dem regelmäßigen Training fällt man erst einmal in ein kleines Loch“, berichtet der Spieler. „Plötzlich gestaltet sich der Tagesablauf ganz anders, fehlt fast die lieb gewonnene Routine.“ Was allerdings nicht bedeutet, dass im Sommer nicht trainiert wird. „In Finnland spiele ich über den Sommer natürlich auch regelmäßig, um fit zu bleiben.“  Dann mit befreundeten Teams aus unterschiedlichen Ligen. „Und natürlich, weil Eishockey mein Ding ist.“



Vom Rasen auf das Eis

Zum professionellen Eishockey kam der Finne übrigens erst spät – und durch den Fußball. „Vor dem Eis war der Rasen mein Metier“, berichtet Antti. Dann habe ich aber doch noch die Begeisterung für den schnellen Kontaktsport entdeckt.“ Denn die Geschwindigkeit und die Action auf dem Eis gefallen dem Stürmer tatsächlich am besten. „Fußball ist seitdem für mich nicht mehr wirklich spannend“, verrät der Finne schmunzelnd. „Für mich bietet das Eis einfach die schnelleren Spielzüge, dazu meistens auch mehr Tore.“



Wahre Helden laufen Schlittschuh

Auf dem Spielfeld der Leipziger Eisarena geht es dann nochmal ans Eingemachte: Antti führt mich aufs Eis – und zeigt zum Einstieg ein paar schnelle Züge und Torschüsse. Der Puck ist dabei übrigens mit etwa 100 Kilometern in der Stunde unterwegs – also rund 28 Meter in der Sekunde. „Natürlich abhängig von Abschusswinkel und der Schlagkraft.“ Dass dabei auch das zentimetergenaue Zielen entscheidend ist, ist klar – und wird von Antti mit einem heldenhaften Schuss in einen leeren Ur-Krostitzer Kasten verdeutlicht. Päämäärä*! Dann bin ich an der Reihe: Mit ein paar vorsichtigen Schritten nähere ich mich dem Tor und nach ein paar Anläufen gelingt tatsächlich auch ein Treffer. An der Geschwindigkeit muss allerdings noch gearbeitet werden. Bis dahin überlasse ich das Eis lieber wieder Antti.



Vollkontakt und faires Spiel

Eine weitere Besonderheit seines Lieblingssports ist bekanntermaßen das regelmäßige An- und Zusammenstoßen der Spieler; oder auch Spiel-Auseinandersetzungen, die ab und an auch mal handgreiflich auf dem Feld ausgetragen werden. „Sicher gibt es da beim Eishockey häufiger Reibereien als bei anderen Disziplinen, das ist natürlich auch der Geschwindigkeit und dem Untergrund geschuldet. Eishockeyspieler kennen keine Schwalben“, lacht der Finne und fügt hinzu „aber Sportlichkeit und Fairness haben natürlich auch beim Eishockey höchste Priorität.“ Das beruhigt. Und liefert gleich einen Grund, zum Abschluss noch einmal mit einem Feinherben auf die Icefighters und die kommende Saison 2019/20 anzustoßen. Kippis* und viel Erfolg!

 

*Finnisch für Anfänger

Päämäärä! – Tor!

Kippis – Prost

Icefighters, treue Fans und 1500 Tore

Veröffentlicht am: 28.11.2016

Mitte November 2016 duellierten sich die Leipziger Jungs mit den Beachboys vom Timmendorfer Strand. Jubel, Trubel, Heiterkeit herrschte im zweiten Drittel, als Kapitän Florian Eichelkraut das 1500. Tor für die IceFighters im Kasten der Gegner versenkte. Mit wehenden Fahnen und tosendem Applaus dankten ihm seine Fans für diesen Jubiläumstreffer in stürmischen Zeiten. Reichlich Ur-Krostitzer floss nach der Partie, die die Leipziger Fighter mit 10:4 für sich entscheiden konnten.

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Die Eisarena hat sich etabliert

Auch Icefighters-Geschäftsführer André Krüll war voller Stolz und fand anerkennende Worte für seinen Sportverein: „Als wir vor sieben Jahren von der Alten Messe Leipzig in die Eisarena gezogen sind, hätte keiner geglaubt, dass hier in Taucha einmal das 1.500. Tor fallen würde.“ Eigentlich sei es nur eine Zahl, aber im Hinblick auf die Situation vor den Toren Leipzigs ein schönes Ergebnis, so der Chef der IceFighters. Zum Heimspiel am Freitag konnten zudem neue Besucher begrüßt werden, die sich nach dem aufreibenden Match allseits positiv über die Veranstaltung mit insgesamt 1.073 Zuschauern äußerten, freute sich Krüll nach getaner Arbeit am späten Abend.

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Die Fans: Kochende Leidenschaft in der Eiszeit

Mit den Schlachtrufen „Auf geht’s Leipzig – kämpfen und siegen“ und „Die Hände in die Höh‘ – Leipzig olé“ unterstützen die Fans die IceFighters Leipzig, lautstark und kaum zu übertönen zu jedem Heimspiel in der Eisarena Taucha. In großen blauen Lettern unterm Dach des Eiszeltes demonstrieren die neun offiziellen Fanclubs mit den sportlichen Namen wie beispielsweise „Eishalunken“, „Eisheilige“ oder „Eiscamper“, dass „hier die besten Fans der Liga stehn“.

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Eishalunken, Gesang und Trommelwirbel

Allen voran der Trommler André Diwisch, kurz Andi genannt. Der 28-Jährige, geboren in Leipzig-Lindenthal, aufgewachsen in Taucha, steht mit seiner großen Trommel immer in der ersten Reihe und führt mit seinen Gesängen und Trommelschlägen durch das Spiel. Nur durch einen Zufall kam er zum Kufensport: Freunde haben ihn irgendwann einmal zum Eishockey mitgenommen, erinnert sich der ausgebildete Rettungssanitäter. Ihn begeisterte das schnelle Spiel über 60 Minuten, es sei nicht so langatmig wie Fußball, meint er. „Anfänglich war ich nur Zuschauer. Damals gab es einen Vorsänger, der war so was von schräg, dass ich mich einfach mit meiner Stimme einklinken musste“, so der Typ im XXL-Trikot. Später nimmt er auch die Trommel in die Hand und schlägt bei jedem Heimspiel gemeinsam mit Franzi, die mit einer kleinen Trommel weiter oben steht, den Takt im gut besuchten Fanblock an. Seit einigen Wochen ist der Integrationshelfer und Schulbegleiter für behinderte Kinder auch mit seinem „Zeltgeschwafel“ auf einem Youtube-Kanal zu erleben. Das sei eine spaßige und informative Angelegenheit, gemixt mit Spielszenen und Fangesängen, beschreibt der Leipziger das Format.

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Familientreffen in Taucha

Ebenfalls ganz vorn mischen zwei Leipziger Familien mit: Die eine ist dem Verein seit dem Jahr 2002 treu, die andere schaut erst seit zwei Jahren regelmäßig im Eiszelt vorbei. Hanno Häntzsch und Tochter Maria, Ehefrau und Sohn mussten krankheitsbedingt daheim bleiben, sind begeisterte Fans der Icefighters. Seitdem die 23-Jährige in Frankfurt am Main arbeitet, genießt sie gemeinsam mit der Familie, ihrem Freund und den eisverrückten Schwiegereltern das lautstarke Wiedersehen unterm Zeltdach in Taucha. Sie alle freuen sich auf eine spannende Saison: „Wenn wir in der oberen Hälfte und unter den besten acht Mannschaften mitspielen, wäre das super“, sind sich die Fans einig.

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Flotte Mädels für den Durchblick

Hinter den Kulissen herrscht bei jedem Spiel emsiges Treiben und aufmerksames Beobachten in Richtung Eisfläche. Denise und Dany Nikusch arbeiten seit über zehn Jahren ehrenamtlich für die Icefighters. Die Schwestern sind sozusagen die linke und rechte Hand des Eismeisters Grischa Schmidt. Sie sammeln Pucks auf, bohren auch mal Löcher ins Eis, verschieben Tore und sorgen für den Durchblick, wie sie betonen. Damit den jeder Zuschauer bekommt, müssen die Scheiben von den Damen öfter abgezogen werden. Auch in der Vorweihnachtszeit engagieren sich die beiden weiblichen Fans wieder beim traditionellen Teddy-Bear-Toss und holen die Kuscheltiere vom Eis.
Läuft der Countdown eines jeden erfolgreichen Spiels, die Massen stehend die Zeit herunterzählen, sind auch die zwei Schwestern immer noch ganz aufgeregt und freuen sich mit ihrer Jungs über den Sieg.

Das UR-KROSITZER-ALPHABET von André Krüll

*U-rlaub ist selten, dann aber genieße ich die wenige Zeit mit der Familie.

*R-astlos, heißt immer dran bleiben.

*K-onsequent verfolge ich meine Ziele- auch mit Rückschlägen

*R-ealist, Träume und Wünsche ja, aber nie unrealistisch.

*O-rdnung ist ein Muss. Da hat mir meine Mutter viel mitgegeben.

*S-paß, den man nie verlieren darf, bei allen Dingen die man macht. Sollte der Spaß abhanden kommen, sollte man aufhören.

*T-abelle – leider das einzig Wahrgenommene im Sport. Sie zeigt selten, was eigentlich dahinter steckt.

*I-ceFighters ist eines der einzigartigsten Sportprojekte in Leipzig.

*T-eam ist enorm wichtig für eine erfolgreiche Arbeit. Nur im Team kann man etwas erreichen, allein ist unser Aufwand nicht zu schaffen, aber das Team muss funktionieren.

*Z-u Hause ist mein Rückzugsort. Die schönste Zeit am Tag ist, wenn ich daheim bei der Familie bin.

*E-hrlichkeit, die heutzutage viel zu oft fehlt. Social Media usw. sind nur Fassade, das Handeln und Sagen sind entscheidend.

*R-eisen, vielleicht ist bald mehr Zeit dafür da, um mit der Familie gemeinsam abzuschalten.

Auf in die neue Saison mit Icefighter Florian Eichelkraut

Veröffentlicht am: 22.08.2016

Die Icefighters Leipzig fiebern nach fünfmonatiger Sommerpause der nächsten Saison in der Oberliga Nord entgegen. Florian Eichelkraut ist wieder mit dabei, hält dem Verein die Treue – und hat auch im Privatleben ein Versprechen abgegeben. Der Kapitän der letzten Saison taucht nämlich nunmehr als frischgebackener Ehemann auf dem Eis auf. Der 32-Jährige gab im Juli seiner Jennifer das  Ja-Wort. Danach flitterten sie drei Wochen auf der Insel Bali, aalten sich am Strand, bestiegen Vulkane und genossen das abenteuerliche Leben am Indischen Ozean.

Das Leben neben dem Eis

„Ich war das erste Mal in Asien und habe eine völlig andere Welt erlebt“, schwärmt der gebürtige Berliner. Mit 18 Jahren hat er seine Frau in der Hauptstadt kennengelernt. Wegen der Liebe ist sie von der Spree an die Pleiße gezogen. Seit einiger Zeit leben die beiden gemeinsam mit Zierfischen und zwei Hauskatzen mitten in der Innenstadt. Während der Eishockeyspieler seinen Sechs-Tage-Job in Taucha erledigt, arbeitet die 30-Jährige als Erzieherin an der International School. Nur montags hat Florian Eichelkraut frei. „Da heißt es abschalten, um den Sport mal aus dem Kopf zu bekommen. Mal gehen wir ins Kino oder ich fahre im Sommer zum Golfen nach Seehausen“, erzählt der Profi. Als Turniermuffel könne er allerdings nicht an seinem Handicap arbeiten, so Eichelkraut. Meist golft er mit seinen Freunden, da seine Frau lieber Handball spielt.

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„Ich bin gelernter Stürmer“

Eichelkraut ist seit 14 Jahren professionell beim Eishockey dabei. Bereits als Dreieinhalbjähriger lernte er das Schlittschuhlaufen, sein erster Verein war der BSC Preußen Berlin. Nach dem Realschulabschluss wurde er Profi, seit 2005 ist er in Leipzig beheimatet. Damals flitzte der Kufenstar noch auf dem Alten Messegelände für die Blue Lions übers Eis. Heute gehört er bei den Icefighters Leipzig zu den ältesten Spielern: „Letzte Saison war ich für ein Jahr fester Kapitän, gewählt von der Mannschaft. Wenn man so viel Erfahrung hat wie ich, kann und sollte man den vor allem jungen Spielern helfen.“ Als er und seine Jungs bei den letzten Play Offs die Vorrundenmeister aus dem Turnier geschmissen haben, war das eine Sternstunde in der Geschichte der Icefighters Leipzig.

Pause vorbei – Ziel gesetzt

Bevor der Startschuss in die neue Saison erfolgt, steht die Eingewöhnung ab Ende August auf der Tagesordnung. Eichelkraut benötigt allein für die neuen Schlittschuhe zirka eine Woche. „Nach monatelanger Eispause muss das Gefühl erst einmal wiederkommen…“ Der erste Heimspieltest am 4. September gegen EHV Schönheide dient vor allem der Mannschaftsfindung. Nur fünf Leute sind aus dem alten Kader geblieben, die Neuen kennt Eichelkraut noch gar nicht. Auch sei die dritte Liga deutlich stärker geworden, versichert er.  Alles werde enger zugehen, aber er habe ein gutes Gefühl. Ziel ist auf jeden Fall das Erreichen der Play Offs. Dass dabei die Fans eine große Rolle spielen, ist auf jeden Fall erwähnenswert. „90 Prozent unserer treuesten Fans sind auch auswärts dabei. Einfach geil, wenn in Rostock oder im holländischen Tilburg 300 Leute hinter uns stehen“, schwärmt der Athlet.

EichelkrautUr-Krostitzer wünscht Florian Eichelkraut und seinen Jungs alles Gute auf dem Eis!
Das UR-KROSTITZER-ALPHABET – von Florian Eichelkraut über Florian Eichelkraut

 

*U-rlaub, da komm ich gerade her

*R-iff, das Schnorcheln hat großen Spaß gemacht

*K-ino, da geh ich gerne hin

*R-oulade meiner Mutter

*O-liven, die mag ich sehr

*S-chläger brauche ich zum Spielen

*T-or, da geht es hinein

*I-cefighters, mehr als ein normaler Arbeitgeber

*T-eamplayer, das bin ich

*Z-ierfische aus meinem Aquarium

*E-ishockey, das spiele ich seit meinem vierten Lebensjahr

*R-io, ich verfolge die Olympischen Spiele im Fernsehen

R.K.

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