EXA ICEFIGHTERS LEIPZIG

NAME: EXA ICEFIGHTERS Leipzig
SPORTART: Icehockey
GEGRÜNDET: 2010
WEBSITE: www.icefighters-leipzig.de
STORY: Starker Verein, starkes Team, starke Fans: Die EXA Icefighters sind eine Institution in Leipzig. Nicht umsonst liefert Ur-Krostitzer für jedes Tor einen Liter Freibier...

 

 

Icefighters, treue Fans und 1500 Tore

Veröffentlicht am: 28.11.2016

Mitte November 2016 duellierten sich die Leipziger Jungs mit den Beachboys vom Timmendorfer Strand. Jubel, Trubel, Heiterkeit herrschte im zweiten Drittel, als Kapitän Florian Eichelkraut das 1500. Tor für die IceFighters im Kasten der Gegner versenkte. Mit wehenden Fahnen und tosendem Applaus dankten ihm seine Fans für diesen Jubiläumstreffer in stürmischen Zeiten. Reichlich Ur-Krostitzer floss nach der Partie, die die Leipziger Fighter mit 10:4 für sich entscheiden konnten.

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Die Eisarena hat sich etabliert

Auch Icefighters-Geschäftsführer André Krüll war voller Stolz und fand anerkennende Worte für seinen Sportverein: „Als wir vor sieben Jahren von der Alten Messe Leipzig in die Eisarena gezogen sind, hätte keiner geglaubt, dass hier in Taucha einmal das 1.500. Tor fallen würde.“ Eigentlich sei es nur eine Zahl, aber im Hinblick auf die Situation vor den Toren Leipzigs ein schönes Ergebnis, so der Chef der IceFighters. Zum Heimspiel am Freitag konnten zudem neue Besucher begrüßt werden, die sich nach dem aufreibenden Match allseits positiv über die Veranstaltung mit insgesamt 1.073 Zuschauern äußerten, freute sich Krüll nach getaner Arbeit am späten Abend.

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Die Fans: Kochende Leidenschaft in der Eiszeit

Mit den Schlachtrufen „Auf geht’s Leipzig – kämpfen und siegen“ und „Die Hände in die Höh‘ – Leipzig olé“ unterstützen die Fans die IceFighters Leipzig, lautstark und kaum zu übertönen zu jedem Heimspiel in der Eisarena Taucha. In großen blauen Lettern unterm Dach des Eiszeltes demonstrieren die neun offiziellen Fanclubs mit den sportlichen Namen wie beispielsweise „Eishalunken“, „Eisheilige“ oder „Eiscamper“, dass „hier die besten Fans der Liga stehn“.

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Eishalunken, Gesang und Trommelwirbel

Allen voran der Trommler André Diwisch, kurz Andi genannt. Der 28-Jährige, geboren in Leipzig-Lindenthal, aufgewachsen in Taucha, steht mit seiner großen Trommel immer in der ersten Reihe und führt mit seinen Gesängen und Trommelschlägen durch das Spiel. Nur durch einen Zufall kam er zum Kufensport: Freunde haben ihn irgendwann einmal zum Eishockey mitgenommen, erinnert sich der ausgebildete Rettungssanitäter. Ihn begeisterte das schnelle Spiel über 60 Minuten, es sei nicht so langatmig wie Fußball, meint er. „Anfänglich war ich nur Zuschauer. Damals gab es einen Vorsänger, der war so was von schräg, dass ich mich einfach mit meiner Stimme einklinken musste“, so der Typ im XXL-Trikot. Später nimmt er auch die Trommel in die Hand und schlägt bei jedem Heimspiel gemeinsam mit Franzi, die mit einer kleinen Trommel weiter oben steht, den Takt im gut besuchten Fanblock an. Seit einigen Wochen ist der Integrationshelfer und Schulbegleiter für behinderte Kinder auch mit seinem „Zeltgeschwafel“ auf einem Youtube-Kanal zu erleben. Das sei eine spaßige und informative Angelegenheit, gemixt mit Spielszenen und Fangesängen, beschreibt der Leipziger das Format.

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Familientreffen in Taucha

Ebenfalls ganz vorn mischen zwei Leipziger Familien mit: Die eine ist dem Verein seit dem Jahr 2002 treu, die andere schaut erst seit zwei Jahren regelmäßig im Eiszelt vorbei. Hanno Häntzsch und Tochter Maria, Ehefrau und Sohn mussten krankheitsbedingt daheim bleiben, sind begeisterte Fans der Icefighters. Seitdem die 23-Jährige in Frankfurt am Main arbeitet, genießt sie gemeinsam mit der Familie, ihrem Freund und den eisverrückten Schwiegereltern das lautstarke Wiedersehen unterm Zeltdach in Taucha. Sie alle freuen sich auf eine spannende Saison: „Wenn wir in der oberen Hälfte und unter den besten acht Mannschaften mitspielen, wäre das super“, sind sich die Fans einig.

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Flotte Mädels für den Durchblick

Hinter den Kulissen herrscht bei jedem Spiel emsiges Treiben und aufmerksames Beobachten in Richtung Eisfläche. Denise und Dany Nikusch arbeiten seit über zehn Jahren ehrenamtlich für die Icefighters. Die Schwestern sind sozusagen die linke und rechte Hand des Eismeisters Grischa Schmidt. Sie sammeln Pucks auf, bohren auch mal Löcher ins Eis, verschieben Tore und sorgen für den Durchblick, wie sie betonen. Damit den jeder Zuschauer bekommt, müssen die Scheiben von den Damen öfter abgezogen werden. Auch in der Vorweihnachtszeit engagieren sich die beiden weiblichen Fans wieder beim traditionellen Teddy-Bear-Toss und holen die Kuscheltiere vom Eis.
Läuft der Countdown eines jeden erfolgreichen Spiels, die Massen stehend die Zeit herunterzählen, sind auch die zwei Schwestern immer noch ganz aufgeregt und freuen sich mit ihrer Jungs über den Sieg.

Das UR-KROSITZER-ALPHABET von André Krüll

*U-rlaub ist selten, dann aber genieße ich die wenige Zeit mit der Familie.

*R-astlos, heißt immer dran bleiben.

*K-onsequent verfolge ich meine Ziele- auch mit Rückschlägen

*R-ealist, Träume und Wünsche ja, aber nie unrealistisch.

*O-rdnung ist ein Muss. Da hat mir meine Mutter viel mitgegeben.

*S-paß, den man nie verlieren darf, bei allen Dingen die man macht. Sollte der Spaß abhanden kommen, sollte man aufhören.

*T-abelle – leider das einzig Wahrgenommene im Sport. Sie zeigt selten, was eigentlich dahinter steckt.

*I-ceFighters ist eines der einzigartigsten Sportprojekte in Leipzig.

*T-eam ist enorm wichtig für eine erfolgreiche Arbeit. Nur im Team kann man etwas erreichen, allein ist unser Aufwand nicht zu schaffen, aber das Team muss funktionieren.

*Z-u Hause ist mein Rückzugsort. Die schönste Zeit am Tag ist, wenn ich daheim bei der Familie bin.

*E-hrlichkeit, die heutzutage viel zu oft fehlt. Social Media usw. sind nur Fassade, das Handeln und Sagen sind entscheidend.

*R-eisen, vielleicht ist bald mehr Zeit dafür da, um mit der Familie gemeinsam abzuschalten.

WAHRE HELDEN SIND AUF DEM EIS ZUHAUSE

Veröffentlicht am: 23.09.2016

MIT SO EINEM PARTNER LÄUFT’S

Veröffentlicht am: 23.09.2016

Manchmal lässt sich das Beson­dere einer Sache nicht mit Worten beschreiben. Man muss es erle­ben. Von einem solchen Moment erzählte Wolfgang Welter, Ge­schäftsführer der Krostitzer Brau­erei auf einer gemeinsamen Pres­sekonferenz mit den lcefighters im August. Von einem Besuch in der Leipziger Innenstadt während die Crowdfunding-Aktion für das Eis­zelt noch am Laufen war.

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Als der Brauerei-Chef gerade einer Gruppe von Gesellschaf­tern die Schönheit der Leipziger Altstadt zeigen wollte, kamen vier Kinder zwischen neun und elf Jahren auf die Männer in Anzügen zu. Sie hatten nur eine Mission: Rosen verkaufen, um „ihre“ Spiel­stätte zu retten. „Und die positiv­-aggressive Art, mit der uns diese jungen Menschen angesprochen haben, die hat mich beeindruckt“, erinnert sich Welter mit einem Lä­cheln im Gesicht. „Besser kann man nicht zeigen, was es heißt, einen Verein zu unterstützen.“

Diese Unterstützung stand auch im Zentrum der Pressekon­ferenz im altehrwürdigen Gustav-­Adolf-Saal der Brauerei in Krostitz. Nicht nur werden beide Seiten ihre Partnerschaft fortführen. Nein, Ur­Krostitzer hat sein Engagement sowohl auf drei weitere Jahre aus­gedehnt, als auch die Unterstüt­zung deutlich erhöht. Und das in einer Phase, in welcher der eine oder andere Fan gerade ange­fangen hatte, sich um die Zukunft des Leipziger Eishockeys Sorgen zu machen.

Die lange Laufzeit gibt darüber hinaus Planungssicher­heit und verdeutlicht damit den Wunsch des Vereins, Verträge zu­künftig langfristig zu gestalten. IFL-Geschäftsführer André Krüll jedenfalls ist die Erleichterung über diesen Coup deutlich anzu­sehen:

„Dass die Verabredung der Verlängerung in der Aktionszeit der Zeltrettung entstanden ist, hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, so einen Partner zu haben.“

In guten Zeiten zueinander zu stehen, das sei ja einfach, erklärte Welter da­raufhin. „Man muss auch mal den Hintern zusammenkneifen. Es gibt nunmal auch Mistwetter.“

Bereits für das Crowdfunding hatte Ur -Krostitzer den lcefighters tatkräftig unter die Arme gegriffen. Paletten­weise spendete die Brauerei den eigenen Gerstensaft in Dosen zum Verkauf für den guten Zweck. Die eigene positive Lage erlaube ein derartiges Engagement, so Wel­ter. „Der Brauerei geht es gut.“ Feierlichkeiten und Stadtfeste sor­gen für guten Umsatz – es läuft.

Das lange währende Engage­ment der Ur-Krostitzer-Brauerei für den Leipziger Eishockeysport und seit ihrer Gründung insbeson­dere für die lcefighters sei schon immer mehr als eine bloße finan­zielle Zusammenarbeit gewesen, betont Welter. „Es ist eine Partner­schaft, die intensiv lebt“, stimmt lcefighters-Marketingchef Matthi­as Broda zu und verweist auf die vielen gemeinsamen Aktionen, die man gemeinsam durchgeführt habe, und die vielen weiteren, die man noch vor sich habe. Auch so mancher Mitarbeiter der Brauerei ist in den vergangenen Jahren zum waschechten Eishockey-Fan geworden und stattet der EisArena regelmäßig Besuche ab.

Auf in die neue Saison mit Icefighter Florian Eichelkraut

Veröffentlicht am: 22.08.2016

Die Icefighters Leipzig fiebern nach fünfmonatiger Sommerpause der nächsten Saison in der Oberliga Nord entgegen. Florian Eichelkraut ist wieder mit dabei, hält dem Verein die Treue – und hat auch im Privatleben ein Versprechen abgegeben. Der Kapitän der letzten Saison taucht nämlich nunmehr als frischgebackener Ehemann auf dem Eis auf. Der 32-Jährige gab im Juli seiner Jennifer das  Ja-Wort. Danach flitterten sie drei Wochen auf der Insel Bali, aalten sich am Strand, bestiegen Vulkane und genossen das abenteuerliche Leben am Indischen Ozean.

Das Leben neben dem Eis

„Ich war das erste Mal in Asien und habe eine völlig andere Welt erlebt“, schwärmt der gebürtige Berliner. Mit 18 Jahren hat er seine Frau in der Hauptstadt kennengelernt. Wegen der Liebe ist sie von der Spree an die Pleiße gezogen. Seit einiger Zeit leben die beiden gemeinsam mit Zierfischen und zwei Hauskatzen mitten in der Innenstadt. Während der Eishockeyspieler seinen Sechs-Tage-Job in Taucha erledigt, arbeitet die 30-Jährige als Erzieherin an der International School. Nur montags hat Florian Eichelkraut frei. „Da heißt es abschalten, um den Sport mal aus dem Kopf zu bekommen. Mal gehen wir ins Kino oder ich fahre im Sommer zum Golfen nach Seehausen“, erzählt der Profi. Als Turniermuffel könne er allerdings nicht an seinem Handicap arbeiten, so Eichelkraut. Meist golft er mit seinen Freunden, da seine Frau lieber Handball spielt.

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„Ich bin gelernter Stürmer“

Eichelkraut ist seit 14 Jahren professionell beim Eishockey dabei. Bereits als Dreieinhalbjähriger lernte er das Schlittschuhlaufen, sein erster Verein war der BSC Preußen Berlin. Nach dem Realschulabschluss wurde er Profi, seit 2005 ist er in Leipzig beheimatet. Damals flitzte der Kufenstar noch auf dem Alten Messegelände für die Blue Lions übers Eis. Heute gehört er bei den Icefighters Leipzig zu den ältesten Spielern: „Letzte Saison war ich für ein Jahr fester Kapitän, gewählt von der Mannschaft. Wenn man so viel Erfahrung hat wie ich, kann und sollte man den vor allem jungen Spielern helfen.“ Als er und seine Jungs bei den letzten Play Offs die Vorrundenmeister aus dem Turnier geschmissen haben, war das eine Sternstunde in der Geschichte der Icefighters Leipzig.

Pause vorbei – Ziel gesetzt

Bevor der Startschuss in die neue Saison erfolgt, steht die Eingewöhnung ab Ende August auf der Tagesordnung. Eichelkraut benötigt allein für die neuen Schlittschuhe zirka eine Woche. „Nach monatelanger Eispause muss das Gefühl erst einmal wiederkommen…“ Der erste Heimspieltest am 4. September gegen EHV Schönheide dient vor allem der Mannschaftsfindung. Nur fünf Leute sind aus dem alten Kader geblieben, die Neuen kennt Eichelkraut noch gar nicht. Auch sei die dritte Liga deutlich stärker geworden, versichert er.  Alles werde enger zugehen, aber er habe ein gutes Gefühl. Ziel ist auf jeden Fall das Erreichen der Play Offs. Dass dabei die Fans eine große Rolle spielen, ist auf jeden Fall erwähnenswert. „90 Prozent unserer treuesten Fans sind auch auswärts dabei. Einfach geil, wenn in Rostock oder im holländischen Tilburg 300 Leute hinter uns stehen“, schwärmt der Athlet.

EichelkrautUr-Krostitzer wünscht Florian Eichelkraut und seinen Jungs alles Gute auf dem Eis!
Das UR-KROSTITZER-ALPHABET – von Florian Eichelkraut über Florian Eichelkraut

 

*U-rlaub, da komm ich gerade her

*R-iff, das Schnorcheln hat großen Spaß gemacht

*K-ino, da geh ich gerne hin

*R-oulade meiner Mutter

*O-liven, die mag ich sehr

*S-chläger brauche ich zum Spielen

*T-or, da geht es hinein

*I-cefighters, mehr als ein normaler Arbeitgeber

*T-eamplayer, das bin ich

*Z-ierfische aus meinem Aquarium

*E-ishockey, das spiele ich seit meinem vierten Lebensjahr

*R-io, ich verfolge die Olympischen Spiele im Fernsehen

R.K.

Tore, Kämpfe, Sommerpause – Icefighters-Geschäftsführer André Krüll im Interview

Veröffentlicht am: 24.05.2016

Die Sonne lacht, in den russischen Eishallen war es dagegen in den letzten Tagen noch mächtig frostig: Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes schied bei der im Mai ausgetragenen WM im Viertelfinale gegen den späteren Bronze-Gewinner und Rekord-Champion Russland aus.

Die 81. WM findet übrigens im kommenden Jahr vom 5. bis 21. Mai in Deutschland und Frankreich statt.

Sommerzeit ist Urlaubszeit? Interview mit André Krüll

In Leipzig wird Eishockey freilich „nur“ in der drittklassigen Ost-Oberliga gespielt. Icefighters Geschäftsführer André Krüll beobachtet seinen Sport auf allen Ebenen.

Wie bewerten Sie den WM-Auftritt der deutschen Mannschaft?

André Krüll: Das deutsche Team hat schon sehr gut abgeschnitten. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Ein Anfang ist gemacht, um sich oben zu etablieren. Ein Indiz für den Fortschritt ist auch, dass junge Spieler den Sprung in die NHL schaffen. Aber es gibt noch jede Menge Arbeit. Die Städte und Gemeinden haben das Potenzial des Eishockeys noch nicht überall erkannt…

…mit Ihrem Verein kämpfen Sie in Leipzig beispielsweise um eine Halle. Wie ist da der Stand?

Wir haben zuletzt durch Aktionen wie die Petition an den Stadtrat viel Aufmerksamkeit erhalten. Aber der richtige Durchbruch ist noch nicht gelungen. Ich hoffe, dass das große Interesse und der Bedarf eines solchen Projektes endlich erkannt wird, es ein Signal der Politik und ausreichend Unterstützung gibt. Wir bleiben dran.

Die Spieler haben momentan freilich die Schlittschuhe im Schrank verstaut. Was machen die Puckjäger im Frühling und Sommer?

Die haben Urlaub vom Eishockey, gehen ihren Jobs oder einem Studium nach – und absolvieren natürlich ein individuelles Fitness- und Ausdauerprogramm. Die Zeit geht schließlich schnell vorbei, im August lädt der Coach dann wieder zum gemeinsamen Training. Für den Nachwuchs haben wir in der Halle in Taucha für die gemeinsamen Übungsstunden einen Sommerparcour eingereichtet.

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T.T.