GSVE Delitzsch e.V.

NAME: GSVE Delitzsch e.V.
SPORTART: Volleyball
GEGRÜNDET: 1995
WEBSITE: www.gsve.de
STORY: Die erfolgreichen Volleyballer aus Delitzsch kommen rum und wissen Bescheid – in der Bundesliga wie in der Jugendarbeit.

Trainer Hans-Jürgen Maune: Volleyball-Weltstar aus Delitzsch

Veröffentlicht am: 19.10.2016

Sein Name hat im Volleyball-Sport noch immer einen ganz besonders Klang. Hans-Jürgen Maune ist mehrmaliger DDR-Meister, Weltcup-Sieger 1969, Weltmeister 1970 und Olympiazweiter der Sommerspiele 1972 in München. Auch Jahrzehnte nach seinen Glanzzeiten beim SC Leipzig und in der Nationalmannschaft bekommt der 69-Jährige Fanpost aus Nah und Fern. Seit zehn Jahren ist der gebürtige Meißner „Hansi“ nun schon Co-Trainer beim Zweitligisten GSVE Delitzsch.

„Volleyball, das ist mein Leben“

Der 1,91 Meter große Hüne ist gelernter Elektromonteur, studierter Maschinenbauer und hat im Fernstudium auch ein Sportstudium absolviert. Nach der Wende unterrichtete er als Lehrer am Leibniz-Gymnasium in der Messestadt. Als Hansi in Rente ging, kam ein Hilferuf aus Delitzsch von GSVE-Manager Günter Schweitzer – ein Weggefährte aus glorreichen Zeiten als Aktiver. Auch Cheftrainer Frank Pietzonka  ist für Hansi kein Unbekannter. Seit 40 Jahren kennen sich die beiden gut, vertrauen sich blind. Ende der 1980er Jahre saß Maune in Leipzig auf der Trainerbank und Pietzonka spielte im Team des Sportclubs Leipzig. Heute ist der eine Cheftrainer, der andere sein Co(-mpagnon). „Volleyball ist seit zwölf bis 15 Jahren in Delitzsch etabliert, federführend sind Pietzonka und Quasdorf aus Leipzig zu nennen“, sagt Maune. Auch die Ehefrauen der Volleyball-Enthusiasten sind involviert – als Zuschauer unterstützen sie die Mannschaft zu jedem Spiel und kümmern sich um die Verpflegung der Gäste vor Ort.

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Hans-Jürgen Maune und sein Team vom GSVE Delitzsch – eine gute Mischung. (Foto: Emil Timm)

Leistung ist gefragt

Gute Spieler in die nordsächsische Kleinstadt zu locken, wird immer schwerer. Die 30 Kilometer entfernte Pleißestadt ist für junge Leute eindeutig attraktiver und hat die besseren Möglichkeiten. „In diesem Jahr in der Klasse mitzuspielen und das erreichte Niveau zu halten, wird schwer“, so der Co-Trainer mit Blick zur laufenden Saison. Der Spaß am Spiel müsse im Vordergrund stehen, heutzutage kann man von Volleyball in der zweiten Liga schließlich nicht leben. Maune schüttelt den Kopf, wenn er daran denkt, dass junge Spieler, bevor sie überhaupt Leistungen erbracht haben, nach dem Geld fragen. So läuft das hier nicht – beim Gymnasialen Sportverein Ehrenberg Delitzsch e.V. (GSVE)  gibt es keine Gelder für Hauptamtliche, es wird nur das ausgegeben, was in der Kasse ist, betont er. „Verschuldung kommt für uns nicht in Frage“, so Hansi. Angewiesen sei man auf jeden Sponsor, ob klein oder groß. Drei Mal wöchentlich fährt der im Leipziger Stadtteil Paunsdorf beheimatete zweifache Familienvater und Großvater zum Training nach Delitzsch, am Wochenende geht es zu den Spielen quer durchs Land.

Stammtisch der Alten

Aller drei Monate trifft sich Hansi mit ehemaligen Volleyballern im Gasthaus zum Bayerischen Bahnhof in Leipzig. Manche kommen sogar aus Berlin und Schwerin zum „Stammtisch der Alten“ angereist.  Die jung gebliebenen ehemaligen Sportlerkollegen Rainer Tscharke, Walter Toussaint, Eckehard Pietzsch oder Manfred Heine quatschen, trinken leckere Gose mit einem Schuss Himbeersirup und schwelgen in Erinnerungen, berichtet der Leipziger im Interview.

Aussichten

Trotz stundenlanger Busfahrten zu den Auswärtsspielen nach Freiburg oder Friedrichshafen, die der fast 70-Jährige nicht mehr so leicht wegsteckt, brennt Hansi für den Volleyball in Delitzsch. Und das trotz gesundheitlicher Probleme. Seine Schulter musste im Vorjahr operiert werden, beide Knie und der Rücken schmerzen. Folgen des jahrelangen knallharten Leistungssports. Die Frage des Weitermachens am Rande des geliebten Spielfeldes stellt er sich jedes Jahr neu – seit Jahren fällt die Entscheidung pro GSVE aus. „Nur“ Daumendrücken ist (noch) nichts für Hansi: „Ich habe Spaß am Volleyball, das ist mein Leben.“

T. T.

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