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Bier-Ort Krostitz

Rund 3800 Einwohner, 127 Höhenmeter, eine Brauerei. Krostitz in Mitteldeutschland ist eine Gemeinde mit Geschmack. Und Bier im Blut: Inmitten der Leipziger Tieflandbucht liegt das einstige Rittergut – eine Idylle mit Großstadtnähe und eigenem, feinherben Gerstensaft. Und das Zuhause unserer Brautradition.
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Alle guten Dinge sind drei

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Für den besten Charakter. Der Hopfen.

Er sorgt für Duft. Schaum. Und den angenehm leichten, bitteren Geschmack: Der Ur-Krostitzer Hopfen wird als geballtes Extrakt verwendet und ist unser gut gehütetes Geschmacksgeheimnis. So wird unser Ur-Krostitzer-Bier feinherb würzig und bekommt seine unverwechselbare Geruchs- und Geschmacksnote. Denn der erste Eindruck zählt!

Beste Gerste, frisch gemalzt.

Die Auswahl entscheidet: Denn für Farbe und Tönung unseres Bieres legt die verwendete Gerste den Grundstein. Aus ihr holen die Mälzer dann das Beste heraus: Das Ergebnis ist ein Malz, das in unserem Ur-Krostitzer für die warme Färbung maßgebend ist. Und für die kräftigen Geschmacksnuancen. Denn unsere Brauer und Mälzer wissen eben, auf was es ankommt.
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Kalt, klar, tertiär. Unser Brauwasser.

Unser Brauwasser ist mehr als Trinkwasser: Mit Mineralstoffen und Spurenelementen prägt der Hauptbestandteil von Ur-Krostitzer maßgeblich seinen Geschmack und Charakter. Wir holen den „Körper des Bieres“ aus bis zu 80 Metern Tiefe zur Veredelung nach oben: In unterirdischen Seen, die abgeschlossen vom Oberflächenwasser sind, lagert der Grundstoff für unser Bier rein und unangetastet seit 2,5 Millionen Jahren. Dadurch besitzt das Wasser eine ausgezeichnete Mineralisierung – und verleiht Ur-Krostitzer so seinen unverwechselbar feinherben Geschmack. Und macht unser Bier zu einem besonders natürlichen und ursprünglichen Genusslebensmittel.

Zauberei? Brauchen wir nicht.

Bei der Entstehung des Reinheitsgebots war sie noch nicht bekannt – und der durch sie eingeleitete Gärprozess galt als Wunder. Denn ohne Hefe läuft nichts. Sie erst macht aus Malz und seinem Zucker Alkohol und Kohlensäure. Und ist entscheidende Nuance beim Geschmacksprofil. So auch unsere eigene untergärige Hefe: Sie ist unentbehrlich für das typische Ur-Krostitzer-Aroma.
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HAND & WERK

Unser gläsernes Labor – Qualität ist kein Zufall

Veröffentlicht am: 15.03.2017

Zum Wohle der Verbraucher – seit 1983 gibt es den „Internationalen Weltverbrauchertag“. John F. Kennedy erklärte einst in einer Rede vor dem amerikanischen Kongress die grundlegenden Verbraucherrechte. Im Mittelpunkt: Die Qualität von Produkten. Das hat bis heute Bestand.

Qualität, Geschmack und Genuss - darum geht es bei unserem Ur-Krostitzer Bier. Eine konstant hochwertige Produktqualität kann der Verbraucher schließlich von uns erwarten!

Damit das gelingt, ist einiges an Arbeit und Sorgfalt nötig. Für das bestmögliche Ergebnis muss jeder Schritt der Herstellung ständig überprüft werden. Einen entscheidenden Beitrag dafür leistet unser hauseigenes Labor mit insgesamt 5 Mitarbeitern. In diesem wird von der Anlieferung der Rohstoffe, der Prüfung des Wassers, der Untersuchung der einzelnen Prozesse bis hin zur Dokumentation und Lagerung von Produktmustern jeder Schritt regelmäßig „unter die Lupe“ genommen.


Wahre Helden prüfen mit Sorgfalt

Für beide Laboranten Julia Schachtschabel und Fabian Kasten beginnt der Tag zeitig. Um 6 Uhr morgens starten beide in die Frühschicht im Labor. Unsere wichtigste Aufgabe heißt: Die Analyse aller Zwischenstufen der Bierherstellung bis zum fertigen Ur-Krostitzer. "Die regelmäßige Entnahme und Untersuchung der Proben auf Extrakt, Alkoholgehalt, Dichte oder ph-Wert ist für uns auch deshalb wichtig, da wir mit Rohstoffen arbeiten, die natürlichen Schwankungen unterliegen“, weiß Julia Schachtschabel. „Um darauf reagieren zu können, hilft uns die exakte Analyse ihrer Eigenschaften. So ist und bleibt unser Ur-Krostitzer ein Bier gleichbleibender Geschmacksqualität.“ „Die wohl wichtigste Prozedur im Tagesgeschäft ist die Überprüfung der angesetzten mikrobiologischen Proben“, weiß Brauerei-Ingenieur Fabian Kasten. „Wenn wir unsere vorbereiteten Proben regelmäßig unter das Mikroskop schieben, haben wir gegebenenfalls noch Zeit, zu reagieren und in die Produktionsprozesse der Brauerei einzugreifen.“

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Denn über den ganzen Tag verteilt erreichen das Labor die unterschiedlichsten Proben – „Selbst das Spülwasser der Reinigungsanlage kommt bei uns zur Kontrolle ins Labor.“ Alle Proben werden für die mikrobiologische Untersuchung vorbereitet. Ausgangspunkt dafür ist die so genannte Membranfiltration. Dabei wird jede Betriebswasser-, Spülwasser- oder filtrierte Probe durch sterile Filter gegossen. Auf den kleinen, gerade einmal 0,45 Mikrometer starken Pads bleibt dann alles hängen, was in irgendeiner Weise wachsen könnte. Wachsen? „Die Rückstände im Filter setzen wir ganz gezielt auf einer Nährlösung an. Diese Schale kommt in unseren „Brutschrank“: hier herrschen dafür ideale Bedingungen.“ „Nicht etwa zum Lagern von Bier, sondern zum optimalen Wachstum von Organismen. Und genau diese Proben holen wir nach zwei Tagen morgens als erstes aus dem Schrank und untersuchen sie gründlich.“

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Erfahrung gehört zum guten Handwerk dazu

Was gibt es dann zu entdecken? „Wenn Organismen im Filter hängenbleiben, sind sie am nächsten Tag dank der Nährlösung in so hoher Zahl vertreten, dass sie unter dem Mikroskop gut erkennbar sind“ weiß Fabian Kasten. Aber nicht jeder Organismus ist gleich als bedenklich anzusehen. „Hier nehmen wir zunächst eine Einstufung vor: Handelt es sich nur um eine Begleitflora - oder könnte ein Organismus den Brauprozess oder den Geschmack vom Bier beeinflussen.“ Bei der Beurteilung ist eine gute Portion Erfahrung nötig. Taucht eine bestimmte Kolonie auf, kann mit geschultem Auge sofort ein Rückschluss auf die mögliche Ursache gezogen werden. „Das kann den Reinigungsprozess betreffen, kann aber auch Hinweise beim Herstellungsprozess z.B. im Hefemanagement geben. Hier nehmen wir jedes Zeichen ernst.“ Eine Art Frühmeldesystem also. Durchorganisiert bis ins kleinste Detail.

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Die Rohstoffe: Unser täglich Malz

Bei der täglichen Anlieferung von Rohstoffen ist das auch nötig. „Kommt eine neue Lieferung Malz, wird die Ladung noch vor der Annahme von uns gecheckt“, erzählt Julia Schachtschabel. Hier stehen die Prüfung von Geruch und Aussehen an erster Stelle. Denn bestimmte Qualitätsmängel sind sofort an farblichen Veränderungen erkennbar. „Rote Malzkörner etwa deuten auf eine Schimmelart hin, die für das so genannte Gushing verantwortlich ist – dem plötzlichen und spontanen Überschäumen des Bieres.“ Und das möchte man ja nun wirklich nicht. „Außerdem prüfen wir das Malz auf seine Festigkeit.“ Danach wird der Rohstoff acht Minuten in einer Siebtrommel gemahlen um die vorgegebene Mürbigkeit des Malzes für den Brauprozess zu überprüfen.“ Erst wenn die Qualitäts-Kriterien erfüllt sind, wird die Ladung auch angenommen und zum Brauen verwendet. Weitere umfangreichere Analysen der verwendeten Roh-und Hilfsstoffe werden in unserem Zentrallabor durchgeführt.

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Ur-Krostitzer „Schatzkammer“

Um im Nachgang eine genaue Zuordnung liefern zu können, gibt es das Bier-Archiv – unsere „Schatzkammer“. Bei moderaten 15°C lagern in den Räumen mit Rollschränken – gleich einer Bibliothek – sortiert und etikettiert Flaschen, die im Abstand von drei Stunden aus der Abfüllung entnommen werden und 12 Monaten aufbewahrt werden. „So können wir genau nachvollziehen, wann das Ur-Krostitzer bei uns produziert und abgefüllt wurde. Wir können eine Charge bis hin zur genauen Lieferung des Malzes zurückverfolgen und den Geschmack auch mit Ablauf des MHD (Mindesthaltbarkeitsdatums) sensorisch noch einmal beurteilen.“

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Fünf Kittel für die Leidenschaft

Die Freude am Job merkt man Julia Schachtschabel und Fabian Kasten jedenfalls an. „Als Brauer ist es vor allem die Liebe zum Beruf und zum Produkt“, schwärmt der Betriebskontrolleur. Die Lebensmitteltechnologin ergänzt: „Dazu ist es auch der Wechsel der Aufgaben, der es einem nie langweilig werden lässt. Und wer hat schon fünf blütenweiße Kittel als Arbeits-Dress im Schrank hängen.“ Voller Einsatz für das Ur-Krostitzer Bier also. Das schmeckt man auch.

Und wer selbst einmal genauer hinter die Kulissen schauen will, kann sich bei unserer Brauereiführung selbst von der Arbeit im „gläsernen Labor“ überzeugen. Ein Anruf genügt! 034295 / 77 60

Heute bauen, morgen brauen

Veröffentlicht am: 03.11.2016

Mittwoch morgen, kurz vor 7 Uhr: Auf dem Gelände der Ur-Krostitzer Brauerei rollen zwei ausgesprochene Schwergewichte ein. Die beiden Schwerlastkräne mit einer Hubhöhe von jeweils knapp 40 Metern haben einen klaren Auftrag: Den neuen Gärtank für die Brauerei in den Gärtank-Turm heben. Keine einfache Aufgabe.

200 Kubikmeter auf Reisen

Tank Nummer 15 liegt bereits im Hof der Brauerei bereit - angereist per Schwerlasttransporter mit Begleitfahrzeug über eine Strecke von über 600 Kilometern. Dabei gab es bereits einige Herausforderungen zu meistern: Baustellen, Landstraßen, Brücken. Ein Sattelzug mit so sperriger Ladung ist nun eben kein Kleinwagen. Aber letzten Endes wohlbehalten in der Brauerei angekommen.

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Maßarbeit in 40 Metern Höhe

Beim Einbau des Tanks geht es dann ans Eingemachte. Der Koloss mit einem Durchmesser von 4,50 Metern und einer Höhe von 20 Metern muss vorsichtig aufgerichtet, präzise angehoben und punktgenau neben den anderen 14 Gärtanks platziert werden. Dafür ist das Projekt-Team um Rene Dumont und Andreas Schulzki bestens vorbereitet: „Im letzten Jahr konnten wir beim Einbau von zwei Gärtanks schon ein paar gute Erfahrungen sammeln“, erinnert sich der Teamleiter Rene Dumont. „Wir haben da tatsächlich schon Routine. Spektakulär ist der Einbau trotzdem immer wieder.“

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Die beiden Schwerlastkräne heben den Gärtank jetzt an beiden Seiten gleichzeitig an – um Schaden zu vermeiden, muss der Tank schwebend aufgerichtet werden. „Ansonsten würde das Gewicht den Sockel verformen“, so Andreas Schulzki. Außerdem besitzt der Tank nach unten hin eine konische Form zur Ablagerung der Hefe. Unabdingbar für den Brauprozess. Nach dem senkrecht stellen kommt die Maßarbeit: Der Tank hängt jetzt nur noch an einem Kran und wird durch eine abmontierte Öffnung im Dach der Halle Zentimeter für Zentimeter eingefädelt. „Der schwierigste Teil der Übung – besonders bei Wind wie heute“.

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200 Tonnen fest im Sockel

Mit leichter Bewegung zu allen Seiten schwebt der Gärtank über dem Dach der Brauerei. Schrittweise wird der Tank jetzt abgelassen – an seiner breitesten Stelle sind dafür in der Öffnung im Dach gerade einmal 2 Zentimeter Platz an jeder Seite. Das Projekt-Team muss jetzt per Hand das einfädeln begleiten, damit der Tank mit seinen Anschlüssen nicht hängen bleibt. „Echte Maßarbeit eben.“ Um 11 Uhr ist es dann geschafft: Der Gärtank wurde mit großer Vorsicht durch das Dach auf seinen festen Platz gehievt und ausgerichtet - und steht jetzt fest und sicher auf seinem Sockel. Nach dem Anschluss kann es jetzt losgehen: Im Betrieb fasst der neue Gärtank dann Ur-Krostitzer für die Befüllung von kanpp 20.000 Kästen. Na dann, Prost!

Wer den neuen Tank und den gesamten Gärprozess bis hin zur Abfüllung live erleben möchte, kann einfach bei der nächsten Brauereibesichtigung teilnehmen. Alle Infos dazu gibt es hier.

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Wir hopfen

Veröffentlicht am: 15.09.2016

Einer der wichtigsten Bestandteile unseres feinherben Pilsners ist in diesen Tagen wieder besonders gefragt. Und bereit zur Ernte: Der Hopfen. Ob auf den großen Anbauflächen in Mitteldeutschland oder im Süden der Republik – je nach Sorte wird ab Mitte September die Ernte eingebracht. Im kleinen Stil auch direkt bei uns im hauseigenen Hopfengarten der Brauerei. Hier wächst alles „bio“ - und läuft im Maßstab „en miniature“ ab. Natürlich wird der hier kultivierte Hopfen nicht zum Brauen unseres Ur-Krostitzers verwendet; die Menge wäre schlicht zu wenig. Aber auch in unserem Schaugarten durchläuft der Kulturhopfen, Sorte Magnum, alle Stadien wie auch in den großen Anbaugebieten – nur mit dem Unterschied, das hier per Hand geerntet wird statt mit der Maschine. Und dass die Menge gerade einmal zum Brauen einiger Kästen Ur-Krostitzer Bier reichen würde...

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Der Hopfengarten der Ur-Krostitzer Brauerei - und sein stiller Wächter, König Hopfi der 1.

Grüne Daumen

„Der kultivierte Hopfen ist eine Pflanze, die immer umsorgt werden will“, weiß Gertrude Stier, die sich für die Ur-Krostitzer Brauerei um den Hopfengarten kümmert - zusammen mit König Hopfi dem 1., dem brauereieigenem Mähroboter. „Zum richtigen Wachstum ist viel Arbeit über mehrere Monate nötig.“ Im Hopfengarten der Brauerei stehen 530 Pflanzen, die auf eine Höhe von 3,80 Meter wachsen. Und die jetzt 14 Jahre alt sind. Bei einer Lebensdauer von etwa 50 Jahren also in ihrer besten Zeit. „Den hauseigenen Hopfengarten gibt es seit 2002. Ich kenne die Setzlinge sozusagen von ihrer Pflanzung an."

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Per Hand zur Ernte: Gertrude Stier schneidet die Ranken an einer Höhe von 3,80 Meter ab wenn die Pflückreife der Dolden erreicht ist.

Alles dreht sich

Jedes Jahr im Frühjahr startet das Wachstum: Aus einem Wurzelstock kommen etwa 30 bis 40 Triebe. Die 3 stärksten werden dann um einen Draht gewickelt und können so in die Länge wachsen. "Der Hopfen ist eine schnellwachsende Kletterpflanze, die sich immer im Uhrzeigersinn nach oben rankt", berichtet Gertrude Stier. Das ist genetisch bedingt, die genauen Ursachen dafür sind aber tatsächlich noch ungeklärt. Möglicherweise bereitet sich der Hopfen so schon auf die Drehrichtung im Gärkessel vor. Nach dem Längenwachstum folgt dann die Blüte. Erst dann kommt die Bildung der Dolde, die in mehreren Phasen verläuft und mit der Pflückreife abgeschlossen ist. So wie jetzt im Frühherbst.

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Der Hopfen wächst im Uhrzeigersinn. Jeweils 3 Ranken steigen an einem Draht in die Höhe - und bilden vor allem im oberen Teil die Dolden aus.

Gelernt ist gelernt

Sicher, in der Produktion des feinherben Ur-Krostitzers kommt die geballte Kraft des Hopfenextrakts zum Einsatz. Das sorgt für die gleichbleibend hohe Qualität und den typischen Geschmack. Aber das Ausgangsmaterial aus dem Hopfengarten ist wie beim Extrakt natürlich die Dolde mit ihren Inhaltsstoffen. Und mit der kennt sich Brauer Lars Renneberg bestens aus. "Die verwertbaren Bestandteile des Hopfens sind das Hopfenöl sowie das Harz", berichtet der Diplom-Brauer begeistert. "Daneben sind aber natürlich auch Rohfasern, Eiweiße und mineralische Bestandteile enthalten." Eine besondere Mischung also. "Beim Würzkochen, also unserer Bierherstellung, gehen die Ausgangsstoffe dann die gewünschten Verbindungen ein - und sorgen so auch für den feinherben Geschmack." Den gilt es im Brauprozess dann außerdem mit den natürlichen Schwankungen des Naturproduktes Hopfen konstant zu halten. "Hier arbeiten wir auch eng mit dem Labor zusammen, denn die genaue Analyse der Ausgangsstoffe sorgt am Ende auch für das richtige Ergebnis - und das typische Produkt."

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Einfach Magnum: Das Wertvolle des Hopfens steckt im Inneren. Die Harze und Öle enthalten auch die typischen Hopfensäuren.

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Beim Zerreiben in der Hand entfaltet sich das typische Aroma. Die Sorte Magnum ist harzig, kräuterig und fruchtig - mit Nuancen von Pinie.

Früh übt sich

Der Hopfengarten ist eine Huldigung des natürlichen Ausgangsmaterials unseres Ur-Krostitzers, ein Show-Room der besonderen Art. Eine Pilgerstätte für alles Fans des Feinherben. Und auch ein Ort der Lehre: Das weiß auch Romy Guth, Auszubildende im 1. Lehrjahr und bereits jetzt schon mit dem Hopfen verheiratet. "Ich rotiere gerade im 3-Wochen-Rhythmus: Jetzt im Sudhaus, dann in die Schule, danach in den Gärkeller." So werden alles Stationen des Brauens abgelaufen und nach und nach wiederholt - und so der routinierte Umgang mit den Aufgaben gelernt. "Denn auf selbständiges Arbeiten kommt es an. Und wo geht das besser, als so nah am Produkt und seinen Rohstoffen?!" Wissen zum Anfassen und Erleben sozusagen.

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Auszubildende Romy Guth in ihrem Metier. Neben Sudhaus, Gärkeller und Theorie bietet der Hopfengarten Wissen zum Anfassen.

Ursprung: unbekannt, Note: feinherb

Aber woher kommt der Hopfen eigentlich? Oft hört man von der Region des alten Ägypten um 2000 vor Christus. Belegt ist das allerdings nicht. Sicher ist aber, dass der Hopfen ein kühl gemäßigtes Klima bevorzugt. Und in der Hallertau zur Zeit der Völkerwanderung - also ab dem 4. Jh - erstmalig in Europa kultiviert wurde. Hopfenanbau seit der Spätantike also. Das hat sich offensichtlich bewährt - bis heute. Darauf lässt sich doch anstoßen!

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Das Handwerk des Bierbrauens und die Kunst daraus ein Ur-Krostitzer zu machen.

Veröffentlicht am: 18.04.2016

Drei Wochen für ein Halleluja: Die Herstellung unserer feinherben Leidenschaft.

Am Anfang kommt unser Malz: das wird als veredelte Braugerste frisch gemahlen und anschließend mit Wasser zur sogenannten Maische vermischt und auf verschiedenen Temperaturstufen bis auf 75° C erhitzt.

So werden die enthaltenen Enzyme aktiv und setzen die wasserunlösliche Stärke des Getreides in löslichen Malzzucker um; dabei gehen die wichtigen Stoffe des Malzes in den Sud über.

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Die Würze macht's.

Im Anschluss werden die festen Bestandteile der Maische von der Flüssigkeit getrennt: Aus dem übriggebliebenen Treber wird dann die Würze herausgezogen und mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen in die Würzpfanne geleitet.

Hier wird unser konzentrierter Hopfen zugegeben und etwa eine Stunde gekocht. Danach werden die noch verbliebenen Trübstoffe aus der Lösung entfernt – und die Würze wird im Würzekühler heruntergekühlt, bevor die Hefe hinzugegeben wird.

Ausgegoren.

Schließlich beginnt die Gärung im Gärtank: In fünf bis sieben Tagen findet die Umwandlung der Zucker durch die Hefe in Alkohol und Kohlensäure statt – und das Ur-Krostitzer bekommt Spritzigkeit. Die Hefe wird abgezogen und das junge Bier kommt noch einmal für etwa zwei Wochen in den Lagertank zur Reifung. So entwickelt sich das typische Aromaprofil von Ur-Krostitzer und die perfekte Einbindung der Kohlensäure erfolgt. Während der Lagerung sinken die noch enthaltenen Trübstoffe ab und in einem weiteren Schritt wird das Bier noch einmal mit Kieselgur filtriert; so bekommt unsere Bier sein goldklares Auftreten. Nach der folgenden Abfüllung steht dem Genuss dann nichts mehr im Wege. Prost!

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Qualität ist Tagesgeschäft

Veröffentlicht am: 17.04.2016

Qualität, nachweislich: Unser Bierarchiv.

Reihe um Reihe, Flasche um Flasche: Bei moderaten 5° bis 10° C lagert in den Räumen unseres Archivs, säuberlich sortiert in Rollschränken, jeweils eine Flasche aus den zuletzt produzierten Chargen. Warum? Weil wir auf umfängliche Qualität setzen. Und um so einen genauen und nachweislichen Überblick über die gleichbleibend hohe Qualität unseres Bieres haben. So wissen wir genau, wann was in die Flasche kam – und bei Eurem Händler des Vertrauens in den Regalen stand.

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Brauen ist gut, Kontrolle auch.

Brauerei und Labor: Passt das zusammen? Und wie. Denn um unseren feinherben Geschmack immer wieder genauso hinzubekommen, wie unsere Fans es lieben, sind ein paar analytische Handgriffe nötig. Und das beginnt zum Beispiel bereits bei der Analyse und Kontrolle der natürlichen Rohstoffe: Ist der Hopfen ein Mü bitterer als sonst, das Wasser etwas weicher? Alles kein Problem, wenn es beim Brauprozess berücksichtigt wird. Und genau das prüfen wir hier. So ist unsere Brauerei auch nach DIN ISO 9001/2015 zertifiziert.

GEPFLEGT GENIESSEN

Veröffentlicht am: 16.04.2016

Unser Bier ist Stoff für wahre Helden. Aber auch ein feinfühliger Begleiter: Denn auf die richtige Lagerung kommt es an. Hier gibt es ein paar einfache Faustregeln:

Optimaler Biergenuss beginnt bei der richtigen Temperatur. Die liegt bei der Lagerung zwischen 5 und 8 Grad Celsius – wobei die Trinktemperatur zwischen 8 und 10 Grad Celsius liegt. Da große Temperaturschwankungen dem Geschmack schaden, ist die Kühlung im Gefrierschrank ein absolutes Tabu.

Nicht nur Temperaturschwankungen, auch Lichteinfluss kann Bier geschmacklich verändern. Bei übermäßiger Sonneneinstrahlung verändert das gerstenhaltige Getränk nicht nur sein Aroma, sondern auch seine Farbgebung. Ein dunkler Keller ist daher die beste Lagerstätte für ein beständiges Bier.

Frisch geschäumt.

Wie bei allen frischen Lebensmitteln wird das Gehopfte nur für einen Zweck hergestellt: zum Trinken – und das am besten sofort. Nur so lässt sich seine unverwechselbare Frische genießen. Zu einem vollmundigen Gerstensaft-Genuss gehört auch ein schöner Schaum. Um die perfekte Schaumkrone zu erzielen und zu halten, kommt es maßgeblich auf die Reinheit des Glases an.

Damit der Schaum nicht zerstört wird, muss das Glas völlig fettfrei sein. Dafür sind “Handwäsche” mit warmem Wasser und etwas Spülmittel ideal. Nach dem Nachspülen mit kaltem Wasser lässt man die Gläser am besten abtropfen. Die Schaumkrone wird es später danken. Der beste Beweis für ein gepflegtes Glas sind die zurückbleibenden “Trinkringe” am geleerten Glas.

Einschenken? Keine Kunst.

So genießen wahre Helden: Zunächst wird das Glas mit kaltem Wasser vorgespült, dann schräg angekippt und das Bier eingefüllt. Durch eine kurze Wartezeit bekommt der Schaum Gelegenheit sich zu setzen, anschließend kann man langsam nachschenken. Das alles steigert nicht nur die Vorfreude auf ein gepflegtes Glas Ur-Krostitzer, sondern auch seinen unvergleichlich feinherben Pilsgenuss.

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