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Es war uns ein Fest: Das war das 7. Ur-Krostitzer Wintergrillen

Bereits zum 7. Mal heizten 100 Teams beim alljährlichen Wintergrillen auf dem Leipziger Marktplatz ordentlich ein. Und wir sagen Danke! In den Kategorien „Bestes Grillteam“, „Alternatives Grillgut“ und „Beste Performance“ wurde sich dabei erneut nichts geschenkt. Die unbestechliche 25-köpfige Jury kürte 2017 das Team „(S)teak it easy“ als Gewinner des goldenen Grills, Team „Grillrausch by BaMa“ punktete in der Disziplin Alternatives Grillgut. Die gelungenste Performance leisteten in diesem Jahr die Rost-Rocker vom Team „Weißglut“. Ein feinherbes Spektakel vom Feinsten. Und wie heißt es treffend? Dabei sein ist alles! Aber wer sind eigentlich die Menschen hinter den Teams? Sie stehen mal mit mal ohne Verkleidung, trainiert auf Höchstform oder nur zum Spaß, aber immer mit der Begeisterung für’s Grillen im Januar auf dem Marktplatz. Wir haben an den Grillplätzen nachgefragt. Für einen Tag im Jahr tauschen sie Hockey-Schläger gegen Grillzange, Bahn-Uniform gegen Grillschürze oder Badehose gegen Senf...
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Südfrüchte im kalten Osten

Ihr Arbeitsplatz ist die Bahn. Nadine vom Team "Tuttifrutti" ist die Chefin vom Abteil. Oder eigentlich vom ganzen Zug. Sie kümmert sich darum, dass zwischen Cockpit, Speisewagen und Fahrkartenkontrolle alles reibungslos läuft. Kein leichter Job. „Stress gehört hier zum Alltag dazu. Da kommt das Wintergrillen als kleine Auszeit und Möglichkeit zur Abwechslung doch sehr gelegen“, freut sich die Leipzigerin, während sie gerade ihr alternatives Grillgut vorbereitet. Mozzarella-Salat mit gegrillter Ananas und Basilikum. Sieht gut aus und schmeckt auch so.
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Teamkollegin Sarah ist noch im Studium auf Lehramt und steht kurz vor ihrem Referendariat – dem „Erstkontakt“ mit ihren jungen Schülern. Die Feuertaufe an der „Penne“ sozusagen. Die Feuertaufe am Grill haben beide längst hinter sich: „Wir sind jetzt schon seit 4 Jahren dabei!“, freuen sich die beiden Fleischliebhaberinnen. „Wir lieben es einfach, zu grillen, dazu etwas zu trinken und klar, am besten noch uns dabei zu verkleiden.“ Die beiden "Früchtchen" haben sich damals von Freunden inspirieren lassen, die auch schon länger beim Wintergrillen dabei waren. „Auch wenn es diesmal bei dem Ansturm schwierig war, einen Platz zu bekommen. Die 100 Plätze waren schnell vergeben. Aber wir saßen pünktlich zur Anmeldezeit vorm Rechner – und haben Glück gehabt!“

Fastbreak am Grill

Wie kommen die 2 Hühnen, die man sonst nur vom Parkett kennt, auf den Leipziger Marktplatz? Während Sergio und Dominique vom Mitteldeutschen Basketballclub sichtlich bemüht sind, mit allen Mitteln den Grill anzuheizen, klärt Marketing-Mann Stefan auf: „Wir pflegen ja bereits schon viele Jahre eine treue Partnerschaft mit Ur-Krostitzer als Sponsor. Da ist es natürlich naheliegend, auch beim Wintergrillen mitzumischen!“ Auch wenn die Jungs ihre Erfolge eher in der Halle holen, fühlt man sich hier bestens aufgehoben: „Nach dem gelungenem Spiel vom Freitag ist das hier eine super Auszeit für die Jungs.“ Der MBC feierte einen Tag vorher in Erfurt einen Auswärtserfolg und festigte so seine Tabellenführung in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Einer der beiden Top-Scorer der Partie war übrigens mit 17 Punkten Sergio – der gerade noch damit kämpft, den Grill anzubekommen. Als alternatives Grillgut haben die Basketballer auch etwas passendes dabei: Mandarine vom Grill. „Das ist Basketball, natürlich in unseren Vereinsfarben!“ Die Teilnahme für das nächste Jahr ist dabei auch so gut wie sicher – aber zunächst kommt erst einmal das Spiel. „Nix geht über Basketball“ lächeln die Griller in orange und freuen sich schon auf den nächsten Termin gegen die Essener Baskets in Weißenfels. Na dann, viel Erfolg, Jungs!DCIM100GOPROGOPR1659.

Trockenübung und Spielvorbereitung

Heute mal auf dem Trockenem sitzen die Wasserballer vom HSG TH Leipzig. Zumindest teilweise. Das Team "Chili Vanilli" hat sich mit Ur-Krostitzer-Kronkorken-Ohrringen geschmückt. „Als Mannschaft mit dem Partner Krostitzer Brauerei sind wir natürlich jedes Jahr dabei. Und auch immer auf dem ersten Platz“, freut sich Paul aus der Oberliga-Herrenmannschaft. Und fügt dann doch noch lächelnd zu: „Zumindest vom Gefühl her.“ Und während die einen auf dem Marktplatz grillen, werfen die anderen gerade im Schwimmbad gegen den TU Dresden. „Unsere erste Mannschaft kämpft gerade, wir machen Party. Aber auch wir sind dann morgen gegen Bautzen gefragt.“ Übrigens erfolgreich: Mit vier Punkten am Heimspieltag. Glückwunsch!
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Wahre Helden bleiben am Ball - und am Grill

Auch immer wieder gerne dabei: Der ATV 1845 Leipzig e.V. nebst Freunden und Unterstützern. „Nachdem wir 2014 sogar gewonnen haben, ist unsere Grillbegeisterung nur noch gewachsen“, erzählt Sebastian aus der Abteilung Hockey. „Deshalb sind wir hier, um unsere Grillkunst unter Beweis zu stellen – und natürlich auch, um unseren Verein vorzustellen.“ Am Stand der ATV’ler gibt es deshalb neben Grillgut, Bier und Utensilien auch ein paar Broschüren in eigener Sache. Werbung am richtigen Platz sozusagen – und für einen sportlichen Zweck. „Denn neben Hockey, Frisbee, Lacrosse oder Tennis gehört bei uns im Verein das Grillen einfach dazu“, jubelt Sebastian. Die nötige Übung holen sich die Sportler deshalb auch am liebsten schon im Januar.
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Ode an die Freude – oder: die Einigkeit am Grill

Auch bei den anderen Teams ist klar: Hier geht’s nicht nur um die Wurst, sondern vor allem ums Dabeisein. Und die Atmosphäre: „Wir sind jetzt zum 3. Mal beim Wintergrillen - und für uns zählt vor allem der Spaß“, berichtet „Nonne“ Max vom Team "St. Dino". Verkleidung? Gehört dabei zum guten Ton. Denn „Normal kann ja jeder.“ Und auf den Frühling warten, bis der Grill wieder brennt, wollen die wenigsten. „Wir grillen just for fun!“.
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Die "Leipziger Bierkönige" Robert und Tom sehen das ähnlich. „Auch wenn es in diesem Jahr unsere Premiere ist, sind wir schon jetzt stark begeistert.“ Der Grund für die Teilnahme? „Gewinnen! Und noch mehr: Das Schönste daraus machen.“ Aufmerksam geworden sind die beiden über Kollegen und die Ur-Krostitzer-Facebook-Seite. „Da waren wir im wahrsten Sinne natürlich gleich Feuer und Flamme!“. GOPR1662-1 Und Team „Freibier auf Platz 49“? „Unsere Chancen sehen wir klar in unserer modischen Überlegenheit. Nicht unbedingt im Grillen.“ Gelockt hat die beiden die Aussicht auf den feinherben Genuss. „Und auf eine Stimmung, die man wirklich mal erlebt haben sollte.“ Sagen wir doch. Und freuen uns jetzt schon auf’s nächste Jahr!

Und hier noch einmal alle Ergebnisse im Detail auf einen Blick.

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Es war uns ein Fest!

Am 14.01.2017 stieg auf dem Leipziger Marktplatz wieder das legendäre Ur-Krostitzer Wintergrillen!


Auch in der 7. Auflage gingen dabei wieder 100 wintererprobte Grillteams an den Start, die um die begehrten Titel „Bestes Grillteam“, „Alternatives Grillgut“ und „Beste Performance“ rangen und vor einer hochkarätig besetzten Jury bewertet wurden. Für Unterhaltung sorgten: die Moderatoren Tim Thoelke + Los Lachos, "The King of Heimorgel" Mambo Kurt, das Universal Druckluftorchester, die Rock, Soul, "N" Funk Gruppe JAMSTREET sowie Line & Max mit ihrer Specialshow Außerdem gab es wieder einige Highlights,  die das Programm abrundeten: Speedgrill-Kurs, Selbstgrill-Station, Eisbar, zahlreiche Streetfood-Angebote und selbstverständlich viel feinherbes Ur-Krostitzer vom Fass. So wurde das Event wieder zum unvergesslichen Erlebnis - und der Winterabend heiß.

Wir danken allen Ur-Grillern, Fans und Besuchern! Auf nächstes Jahr!

ergebnisse

ERGEBNISSE

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Stimmung ohne Ende: Das war euer PROGRAMM

JAMSTREET
MAMBO KURT
UNIVERSAL DRUCKLUFT ORCHESTER
TIM THOELKE
LOS LACHOS
FEUERSHOW MIT LINE & MAX
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ZWEI MANN. EIN GRILL. EINE MISSION.

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7 Jahre Wintergrillen: Über 1000 Griller und feinherbe Unterhaltung




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DAS UR-KROSTITZER GRILL-ABC

A
  • Sollte beim Grillen immer zur Hand sein. Besonders nützlich zum Einschlagen großer, fertig gegarter Fleischstücke für eine Ruhezeit vor dem Aufschneiden, um das Fleisch zur Saftigkeit im ganzen Stück zu führen.
    Da meist zu reichlich eingekauft wird, können gegrillte fettige Produkte in Alufolie verpackt an Partygäste hygienisch sauber mitgegeben werden.
  • Siehe Grillschale
B
  • Gegrillte Bananen sind ein Dessert-Highlight auf der Grillparty. Die Zubereitung ist spielend einfach. Die Früchte mit Schale auf den Grill legen und von beiden Seiten grillen bis die Schale dunkelbraun ist. Dann auf einen Teller legen, Schale auf der Oberseite entfernen und je nach Wunsch Honig, Eis, Zimt, Nüsse, Rum oder Cognac draufgeben und auslöffeln.
  • Auch BBQ geschrieben, steht umgangssprachlich für Grillparty. Im fachlichen Sinn ist BBQ ein Niedertemperaturgaren auf dem Rost im Bereich zwischen 80°C und 160°C. Die BBQ-Methode dauert immer länger als das Grillen und umfasst üblicherweise mehrere Stunden, im Wettkampf auch gern mal einen Tag. Der Vorteil der BBQ-Methode liegt im nur mit ihr möglichen langsamen Auflösen von Fleischinnenstrukturen (bspw. Kollagenen). So werden bestimmte Teile auf dem Rost erst genießbar wie Rinderbrust, nicht vorgekochte Rippchen oder ganze Schweineschultern. Außerdem werden sie besonders zart und saftig. Barbecue ist ein indirektes und somit besonders gesundes Grillverfahren (d.h., das Grillgut befindet sich nicht direkt über der Energiequelle, wie bspw. Holz oder Holzkohle)
  • Sind krebserregende Stoffe, die durch die Verbrennung entstehen, wenn Fett oder ölige Marinaden in die Energiequellen tropfen und sich als aufsteigender Rauch an die Speisen heften. Benzpyrene lassen sich durch indirektes Grillen vermeiden.
  • Ur-Krostitzer Bier ist DER Durstlöscher beim Grillen und darf auf keiner Grillparty fehlen. Die geschmackliche Kombination von Bier und Grillprodukten, häufig mit einer rauchigen Note, wird als sehr angenehm empfunden. Das häufig praktizierte Spritzen des Bieres auf Würste und Fleisch bringt jedoch keinen geschmacklichen Zusammenhang hervor. Das Bier verbrennt bei den hohen Grilltemperaturen blitzartig, bevor es Aromen an das Grillgut abgeben kann. Bier sollte ebenfalls nicht zum Feuerlöschen verwendet werden. Zum Einen ist es dafür einfach zu schade und zum Anderen werden durch das Ablöschen Aschereste aufgewirbelt, die an den Speisen anhaften. Weiterhin entstehen im bespritzten Kohlebereich Kälte-Nester, die ein gleichmäßiges Grillen auf dem ganzen Rost verschleppen. Die Temperatur der Kohle wird stark reduziert. Und den Geschmack des Grillgutes verbessert es auch nicht.
  • Siehe Grillbriketts
C
  • Dieser „Pfeffer“, der eigentlich eine Mischung aus verschiedenen Chilischoten ist, wird beim Grillen besonders häufig verwendet. Eine eigene Herstellung ist einfach. Dazu verschiedene trockene Cayenneschoten (Chili) mit einem Mörser zerkleinern und anschließend das Grillgut würzen.
D
  • Ein Grilldrehspieß eignet sich, um große Fleischstücke, Hühnchen oder ein ganzes Spanferkel bei intensiver Hitzeinwirkung zu grillen. Das Fleisch wird von allen Seiten gleichmäßig erhitzt. Neben dem klassischen handbetriebenen Kurbeldrehspieß kann auch ein Drehspieß mit Elektromotor verwendet werden.
E
  • Ein Grill aus Edelstahl sieht gut aus, ist besonders robust und verfärbt sich im Laufe des Gebrauchs. Achtung – Edelstahl ist nicht zwingend rostfrei.
  • Die geeignete Alternative, sich Grillgenuss auch in geschlossenen Räumen zu gönnen. Das Grillverfahren dauert auf Grund der geringeren Hitzeentwicklung stets länger als bei Holzkohle- oder Gasgrills. Geschmackliche Nachteile gegenüber diesen gibt es bei richtiger Handhabung der Geräte und angemessener Zubereitung der Grillgüter kaum.
F
  • Mit Holz oder Holzkohle genährt heutzutage emotionalste Energiequelle gegenüber Elektro- oder Gashitze. Verführt zum Träumen und zu grillfremden Genüssen, wie Bierverbrennung zur Geruchsentwicklung.
  • Populärstes Grillprodukt und Basis für Grillmeistersprüche wie: „Fleisch ist mein Gemüse“. Mit wachsendem Grillhandwerk und neuer Gerätetechnik werden zunehmend auch große Fleischstücke, wie ganze Schweineschultern, Rinderbrüste, frische Rippen oder ganze Hühner und Puten erfolgreich zubereitet. – Siehe Marinade.
  • Schmackhafte und gesunde Abwechslung vom Rost. Mit indirekter Grillmethode (d.h., das Grillgut befindet sich nicht direkt über der Energiequelle, wie bspw. Holz oder Holzkohle) kann sensibel die Temperatur gesteuert werden. So kann auf das Verwenden von Alufolie verzichtet werden, was eigentlich ein Dünsten hervorbringt. Röststoffe und Raucharomen können ohne Ummantelung leichter gebildet werden.
  • Ist eine Grillhilfe aus feinen Gitterrosten, in welcher der Fisch ohne Alufolie gegrillt wird. Der Fischkorb hält das empfindliche und zarte Fleisch des Fisches zusammen und der Fisch erhält durch die direkte Hitze eine krosse Haut.
G
  • Auf dem Vormarsch befindliche Grilltechnik, die, entgegen den Vorbehalten aller Traditionalisten, geschmacklich keine Nachteile gegenüber Holzkohlegrillgeräten hat. Unaufwendiger und schneller zu handhaben. Durch die einfachere Hitzesteuerung können leichter bemerkenswerte Grillerfolge erzielt werden.
  • Wird immer häufiger, insbesondere mit der Anwendung der indirekten Grillmethode, auf dem Rost zubereitet. Meistens als Spieß oder in geeigneten Schalen. Mariniert oder leicht gesalzen, gewinnt es an Aroma und erweitert die Palette der Freuden vom Rost speziell nicht so fleischorientierter Genießer.
  • Sollte besonders unter Sicherheitsaspekten ausgewählt werden. Gute Beratung gibt es im Fachhandel.
  • Für längere Grillabende sind Briketts die richtige Wahl. Sie brennen und halten die Hitze länger. Weiterhin ermöglichen sie ein kontinuierliches Grillen ohne Asche aufwirbelndes Nachschütten. Da Grillbriketts schwerer entzündbar sind, sollte mit Holzkohle gestartet werden.
  • Bei Temperaturen von 160°C bis ca. 300°C, im Extremfall bis 400°C, spricht man vom Grillen. In einer Zeitspanne bis zu 15 Minuten werden die Speisen verzehrbar fertig gegart.
    Direktes Grillen bedeutet, dass das Grillgut direkt über der Energiequelle (u.a. Holzkohle, ungeschützte Gasbrenner, offene Elektroheizstäbe) platziert ist. Abtropfendes Fett oder Marinaden bilden Fettbrand, der sich als aufsteigender Rauch gesundheitsschädigend an den Speisen festsetzt.
    Beim indirekten Grillen sind die Energiequellen so angeordnet, dass kein Fettbrand entstehen kann.
  • Alles, was nicht durch das Grillrost rutscht. – Siehe Fleisch
  • Guter Helfer, die Reinigungszeit der Grillgeräte durch das Auffangen der abtropfenden Flüssigkeiten zu reduzieren. Für geübte Griller ist sie besonders bei Anwendung der BBQ-Methode hilfreich. Durch das langsame Verdunsten von eingefüllten Flüssigkeiten (Wein, Bier, Kognak etc.) bringt sie Aromen an die Grillgüter und ermöglicht attraktive Geschmackseindrücke.
H
  • Halloumi ist ein zypriotischer Käse mit der typischen Spalte in der Mitte, der sich besonders gut zum Grillen eignet. Den Halloumi in ca. einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden und auf den Grill legen. Tipp: Käse mit Rapsöl einreiben, damit er beim Grillen nicht am Rost festklebt.
  • Traditionelle mystifizierte Energiequelle fürs Grillen. Produziert nach ca. 15 – 20 Minuten eine hoch temperierbare trockene Hitze. Der Abbrennzyklus bietet 30 bis 40 Minuten Hitze und muss bei längerem Grillvorhaben “nachgefüttert” werden. Am Günstigsten mit fertiger Glut, die in einem Anzündkamin parallel produziert wird. So kann kontinuierlich durchgegrillt werden.
  • Er ist der unangefochtene Spitzenreiter unter den verschiedenen Grillgerätetypen. Bekommt seit Mitte der 90er Jahre zunehmend Konkurrenz, hauptsächlich von Gasgrillgeräten.
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  • Vor allem beim Marinieren von Geflügelfleisch wird gern auf indische Gewürze wie Curry zurückgegriffen. So wird die Grillparty zum kulinarischen Genuss.
K
  • Beliebte Beilage zum Gegrillten, gehört einfach dazu.
  • Die zu erreichende Kerntemperatur beschreibt den Moment des Gerinnens der Eiweißstruktur bei Fleisch und Fisch im Kern (also in der Mitte an der dicksten Stelle) und damit üblicherweise im gesamten Stück. Dieses Garen “auf den Punkt” definiert den Zeitpunkt, in dem das Grillprodukt gut verdaulich ist und den saftigsten Zustand hat. Die günstigste Kerntemperatur für den Genuss ist von der Gewebestruktur abhängig und deshalb sowohl von Fleischart zu Fleischart, wie auch bei den verschiedenen Teilen bspw. vom Rind oder Schwein unterschiedlich. Ermittelt wird die Kerntemperatur durch ein Messgerät, das ins Grillprodukt gesteckt wird.
  • Siehe Benzpyrene, Nitrosamine
  • Dient neben dem temperaturhaltenden Transport auch der hygienischen Lagerung von Grillspeisen nahe dem Grill. Beim Wintergrillen unter Minusgraden verhindert sie das Gefrieren von Fleisch und Fisch.
L
  • Um den Durst zu löschen, lohnt sich ein Ur-Krostitzer Bier – siehe Bier. Wichtig: Nach der tollen Grillparty sollte auch das Löschen des Grills nicht vergessen werden.
M
  • Marinaden dienen als Garmacher und Würzung. Das Einlegen in Marinaden würzt das Fleisch, konserviert es und macht es zart. Tipp: Wer keine Zeit zum Marinieren hat, kann mit einer Spritze die Marinade direkt in das Fleisch spritzen.
N
  • Die Nachbarn sollten über das Grillvorhaben informiert werden. Noch besser ist es – wenn es passt – sie gleich mit einzuladen.
  • Sind krebserregende Stoffe, die beim Grillen von Pökel- und Räucherware entstehen. Schinken oder Wiener gehören zum Beispiel nicht auf den Grill, denn durch die hohen Temperaturen entstehen diese ungesunden Stoffe.
O
  • Für den erfolgreichen Grillabend sollte nichts vergessen werden. Deshalb schon so früh wie möglich die Einkaufs- und Checklisten zusammenstellen.
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  • Siehe Gemüse
  • Das Garen auf einem Holzbrett (engl. Plank) ist in Kanada und den USA sehr beliebt. Als Holz kann zum Bespiel Zeder verwendet werden. So erhält das Grillgut ein einzigartiges Aroma. Verbrennungsfahr wird entscheidend verringert, wenn das Plank vorher gewässert wird. Fisch nimmt bspw. sehr leicht das Aroma des Holzes auf.
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  • Gute Grillrezepte beinhalten Informationen zur ungefähren Garzeit in Abhängigkeit zur Höhe der Hitze – bei geschlossenen Grillgeräten die definierte Garraumtemperatur. Bei eiweißhaltigen Grillgütern macht die Angabe der zu erreichenden Kerntemperatur die Qualität eines Rezeptes aus.
  • Grillroste bestehen aus unterschiedlichen Materialien mit verschiedenen Wirkungen und Pflegenotwendigkeiten. Gussroste speichern enorm Hitze und machen sehr leicht gute Röstspuren auf Steaks, Zucchini und Fisch. Wegen der porösen Oberfläche dürfen sie nicht mit Spülmitteln gereinigt werden, die ansonsten in die Öffnungen gelangen und später schlechten Geschmack hervorrufen. Stahlbürste und raffiniertes Rapsöl sind die besten Pflegemittel.
  • Eine andere Bezeichnung für Grillwurst.
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  • Neben dem klassischen Steak, den Würstchen und dem Fisch eignen sich Krebse, Garnelen oder Hummer als Grillgut und sorgen für Abwechslung bei der Grillparty.
  • Saucen und Dips sind beim Grillen nicht mehr wegzudenken. Ob scharf, süß-sauer oder fruchtig – den Wünschen sind keine Grenzen gesetzt. Aus Tofu oder Joghurt lassen sich besonders gesunde Saucen leicht selbst zubereiten: Tofu, etwas Öl, Senf und Joghurt in einen Mixer geben und pürieren. Dann nach Wunsch mit Knoblauch, frischen Kräutern oder Curry würzen.
  • Jedes Jahr wieder häufige Unfallquelle. Wird oft als schnelle Variante zum Grillanzünden verwendet. Davon ist dringend abzuraten, denn beim Anzünden verursacht dieser große Stichflammen und Verpuffungen. Es besteht Verbrennungsgefahr.
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  • Die Temperatur ist ausschlaggebend für das erfolgreiche Grillen. Eine gute Temperatur von 200°C ist dann erreicht, wenn man die Hand in der Höhe des Rostes über der glühenden Kohle hält und nach ca. 3 Sekunden wieder wegnehmen muss. Erst jetzt darf das Grillgut auf den Rost gelegt werden. Muss die Hand noch eher weggezogen werden, sollte der Rost etwas höher hängen.
  • Siehe Gemüse
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  • Zum Wenden des Grillgutes sollte immer eine Grillzange verwendet werden – keine Gabel. Beim Anstechen mit der Gabel tritt sonst zu viel Fleischsaft aus. Tipp: Oft reicht schon ein einmaliges Wenden aus. So bleibt alles schön saftig.
  • Für Wahre Helden am Grillen ist ein kühles Ur-Krostitzer die erste und einzige Wahl.
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  • Es geht auch ohne Fleisch! Beliebt sind zum Beispiel Folienkartoffeln, Pilze, Tomaten, Paprika, Mais, Feta- oder Halloumikäse. Siehe Halloumi . Gemüse
  • Beim Vertikalgrill befindet sich das Grillgut neben der Kohle oder Heizfläche und nicht darüber. Damit wird verhindert, dass Fett und Fleischsaft in die Kohle tropfen, wodurch sonst schädliche Stoffe entstünden.
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  • Einige Grills besitzen einen Windschutz. Dieser sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Temperatur. Außerdem glüht die Kohle ruhiger und er verhindert ein Hochwirbeln der Asche.
  • Von den Nürnbergern über die Schinkengriller bis zur Thüringer oder den frisch gestopften Würstchen – die Vielfalt von Grillwürstchen ist groß. Wem das aber immer noch zu langweilig ist, der kann entweder beim Metzger nach Alternativen fragen oder zum Beispiel mal die Thüringer Rostbratwurst mit Gemüse zu einem ganz eigenen Grillspieß kombinieren.
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  • Die typische Rotfärbung der Schalentiere wie Krebse, Garnelen oder Hummer entsteht erst bei hohen Temperaturen. Der dafür verantwortliche Farbstoff, auch Astaxanthin genannt, ist zuvor in Eiweiß eingeschlossen und wird erst durch Hitze freigesetzt und lässt die gegrillten Schalentiere im gewohnten Rot erleuchten.
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  • Zu einem guten Grillmeister gehört die Grillzange! Sie sollte möglichst lang sein, damit man sich nicht verbrennt. – Siehe Umdrehen.
  • Siehe Gemüse
  • Siehe Gemüse

Mit Beratung durch die
1. Deutsche Grill & BBQ-Schule Erfurt

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EINE GESCHICHTE MIT GESCHMACK UND KEIN ENDE IN SICHT

Die Geschichte der Bratwurst ist voller Mythen, Verstrickungen - und Gewürzen. Höchstwahrscheinlich kam selbst Gustav II. Adolf mit dem Grillgut in Berührung - spätestens während seines Feldzugs im Jahr 1632. Mehrere Tage hielt er sich in Naumburg auf - hier hatte er kurz vor der Schlacht bei Lützen sein Hauptquartier aufgeschlagen. Er wohnte der Überlieferung nach im Gasthaus zum Scheffel vor dem Salztor, was heute die Grundschule Salztorschule ist.

Da der protestantische König und sein Gefolge eine ganze Reihe an Gütern zum täglichen Leben brauchte, versorgte ihn die Stadt mit allerlei praktischen Dingen und heimischen Köstlichkeiten: "Die Stadt mußte liefern [...] Bier, und [...] Bratwürste..." (E. Borkowsky, Die Schweden. Erlebnisse einer kursächsischen Stadt im Dreißigjährigen Kriege). Zu dieser Begebenheit ist sogar ein Essbesteck überliefert und im Stadtmuseum Naumburg ausgestellt, dass angeblich auch von ihm stammen soll. Dabei erinnert seine Gabel bereits stark an heutiges Grillwerkzeug...

Aber fangen wir von vorne an. Ganz vorn. Denn die Geschichte der Bratwurst beginnt bereit vor unserem Jahr 0.

Hier die Fakten:

um 700 v.u.Z.
Homer gibt in der Odyssee erste schriftliche Kunde von der Wurst. Er beschreibt, wie die alten Griechen die mit Fett und Blut gefüllten Ziegen- und Schweinemägen auf glühenden Kohlen rösteten

1. Jh. v.u.Z.
Bratwurstrezept im ersten römischen Kochbuch von Apicius

um 50
Der römische Dichter Petronius berichtet über "Bratwürste, die auf silbernem Bratwurstrost rauchten"

1134
Die Erbauer des Regensburger Doms stärken sich in unmittelbarer Nähe in einer Brotzeithütte mit Bratwürsten

Anfang 14. Jh.
An die Außenmauern der der Moritzkapelle wird ein Nürnberger Bratwurstglöcklein gebaut

20.01.1404
"I g vor darme czu brotwurstin"
Eintrag über die Ausgabe von 1 Groschen für Därme zu Bratwürsten in der Propsteirechnung des Arnstädter Jungfrauenklosters

1432
Fleischhauerordnung der Weimarer Fleischer "so etwas wie ein Reinheitsgebot für die Brat-, Leber- und anderen Würste"

1470
In Esslingen gebietet eine Ordnung, dass nur reines Schweinefleisch zur Herstellung von Bratwürsten verwendet werden darf

1498
Coburger Bratwurst wird erstmals auf einem Speisezettel des Georgenspitals erwähnt

1554 – 1592
Hans IV. Stromer isst hinter Gittern, im Nürnberger Schuldturm, fast 28.000 Bratwürste

1595
Das erste Bratwurstrezept der Nürnberger Metzgerzunft

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Königsberger Riesenbratwurst misst gigantische 1005 Ellen (ca. 670 m)

1669
Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen preist im "Abenteuerlichen Simplicius Simplicissimus" die Thüringer Bratwurst

1797
Erstes gedrucktes Rezept für Thüringer Rostbratwürste im "Thüringisch-Erfurtisches Kochbuch" von 1797

um 1800
Johann Wolfgang von Goethe beschreibt "Bratwürstchen, welche dort (in Nürnberg) so vorzüglich gut gefertigt werden ...", als "mit Majoran gewürzt und ein wenig geräuchert" und ließ sich diese mit der Post von Nürnberg nach Weimar schicke

2000
Entdeckung der bislang ältesten Erwähnung der Thüringer Bratwurst durch Archivar Peter Unger in einem Rechnungsbuch des Arnstädter Jungfrauenklosters vom Jahre 1404

Juli 2003
Zuerkennung der geographisch geschützten Angabe "Nürnberger Bratwürste" und "Nürnberger Rostbratwürste" im "Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften"

Dezember 2003
Zuerkennung der geographisch geschützten Angabe "Thüringer Rostbratwurst" im "Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften"

2004
Großes Fest "600 Jahre Thüringer Rostbratwurst" auf dem Erfurter Domplatz mit mehr als 20.000 Gästen

2006
Gründung des Vereines "Freunde der Thüringer Bratwurst e.V."
und Eröffnung des 1. Deutschen Bratwurstmuseums in Holzhausen (Thüringen)

2011
Das erste Ur-Krostitzer Wintergrillen mit 24 Teilnehmern startet unter dem Motto: Zwei Mann. Ein Grill. Eine Mission.

2015
Mit Unterstützung unseres Partners Wolf – echt gute Wurst – werden zur 1000 Jahre Ersterwähnung der Stadt Leipzig 1000 Thüringer Rostbratwürste unters Leipziger Volk – respektive auf den Grill – gebracht

14.01.2017
Die Geschichte wird fortgeschrieben: Zum 7. Ur-Krostitzer Wintergrillen werden sich erneut 100 Teams auf dem Leipziger Marktplatz einfinden um in den Disziplinen Bestes Ur-Griller-Team, Bestes alternatives Grillgut und Beste Performance ihr Können unter Beweis stellen, begleitet vom feinherben Genuß zapffrischen Ur-Krostitzers. Na dann, Prost!