Ur-Krostitzer Jahresring

Mehr Zeit FÜR Geschichte – Einsendeschluss für 14. „Ur-Krostitzer Jahresring“ verlängert

Veröffentlicht am: 16.08.2017

Traditionell verlängert die Krostitzer Brauerei den Einsendeschluss ihres mitteldeutschen Historikerpreises „Ur-Krostitzer Jahresring“. Bis 30. September sind Freizeithistoriker jenseits der Profession aufgerufen, ihre wissenschaftlichen Ausarbeitungen zu einem frei gewählten Thema einzureichen. Nur geografisch müssen sich die Arbeiten auf Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen oder Südbrandenburg beziehen. Das Preisgeld liegt in diesem Jahr bei insgesamt 6.500 Euro. 1.500 Euro davon erhält der Sieger des Sonderpreises „Das Leben und Wirken Martin Luthers“, der anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 ausgelobt wird.

Arbeiten aus vielen Bereichen

Zahlreiche Einsendungen haben in diesem Jahr schon die Jury erreicht. Aus Leipzig bewirbt sich beispielsweise ein Freizeithistoriker mit seiner Arbeit über die Herkunft und das Schicksal einer Bessarabiendeutschen Familie. Eine andere Arbeit trägt den Titel „Frankenhäußer Saltzwercks Lexicon“. Ein Freizeithistoriker aus dem Landkreis Leipzig forschte darüber, „wie die Reformation nach Zwenkau kam“.

Der Gesamtsieger des Ur-Krostitzer Jahresrings erhält 1.500 Euro. 3.000 Euro teilen sich die Gewinner von bis zu sechs Themenkategorien, die die Jury anhand der Einsendungen festlegt. Für Teilnehmer ab 16 Jahren lobt die Krostitzer Brauerei einen mit 500 Euro dotierten Jugendsonderpreis aus. Die beste Arbeit zum Leben und Wirken Martin Luthers wird mit 1.500 Euro ausgezeichnet.

Neue Jurymitglieder 2017

Bewertet werden die Arbeiten durch eine fachkündige Jury unter Leitung von Professor Manfred Straube. Neues Mitglied ist seit diesem Jahr Katja Rosenbaum, aktuelle Direktorin des Museums im Schloss Lützen. Bei der Schlacht von Lützen, einer der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges, starb der schwedische König Gustav II. Adolf 1632. Die Schirmherrschaft für den Sonderpreis „Das Leben und Wirken Martin Luthers“ hat Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör übernommen. Er wird den Preisträger des Sonderpreises auszeichnen.

Jahresring 2017 mit Wittenbergs Oberbürgermeister in Jury

Veröffentlicht am: 28.06.2017

Helden bewahren Geschichte. Im April gab die Brauerei den Startschuss zum 14. Historikerpreises „Ur-Krostitzer Jahresring“ mit insgesamt 6.500 Euro Preisgeld. In diesem Jahr wird zusätzlich ein Sonderpreis „Das Leben und Wirken Martin Luthers“ ausgelobt. Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör hat sich bereit erklärt, im Lutherjahr Teil der Jury zu werden und den Sonderpreis zu übergeben.

Wettbewerb mit Tradition

2004 wurde der Historikerwettbewerb „Ur-Krostitzer Jahresring“ ins Leben gerufen, um Hobbyhistoriker zu würdigen, die die Geschichte ihrer Region lebendig halten. Der Gewinner des „Ur-Kostitzer Jahresrings“ erhält in jedem Jahr neben einem Geldpreis eine Nachbildung des Ringes mit dem roten Juwel, den Schwedenkönig Gustav Adolf dem Krostitzer Braumeister im Jahre 1631 als Dank für dessen „wohlschmeckenden Labetrunk“ überreichte.

Schirmherrschaft zum Reformationsjubiläum

Zum Reformationsjubiläum 2017 vergibt die Krostitzer Brauerei zusätzlich den mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis „Das Leben und Wirken Martin Luthers“. Der Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg Torsten Zugehör erklärte sich auf Anfrage der Brauerei bereit, die Schirmherrschaft für diesen Preis zu übernehmen und Teil der Jury zu werden.

„Um möglichst viele Freizeithistoriker anzusprechen, ist der Sonderpreis thematisch sehr weit gefasst. Wir erhoffen uns Ausarbeitungen zum Einfluss des Schaffens und Wirkens Martin Luthers auf Religion und Gesellschaft in Mitteldeutschland. Mit der Schirmherrschaft von Herrn Zugehör wird unser traditioneller Wettbewerbs noch einmal enorm aufgewertet“ freut sich Brauereichef Wolfgang Welter und betont die langjährige gute Partnerschaft zwischen der Brauerei und der Stadt Wittenberg. Seit Jahren ist die Marke Ur-Krostitzer bei „Luthers Hochzeit“ als Sponsor an Bord.

Helden bewahren Geschichte: Start des 14. Historikerpreises Ur-Krostitzer Jahresring

Veröffentlicht am: 25.04.2017

Zum Reformationsjubiläum 2017 vergibt die Krostitzer Brauerei im Rahmen ihres 14. mitteldeutschen Historikerpreises „Ur-Krostitzer Jahresring“ den mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis „Das Leben und Wirken Martin Luthers“. Damit erhöht sich das Preisgeld des traditionellen Wettbewerbs auf insgesamt 6.500 Euro. Für den Ur-Krostitzer Jahresring bewerben sich Freizeithistoriker jenseits der Profession mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten bis 15. August 2017. Ihr Thema können sie frei wählen, nur geografisch müssen sich die Einsendungen auf Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen oder Südbrandenburg beziehen.

Sonderpreis „Das Leben und Wirken Martin Luthers“

„Um möglichst viele Freizeithistoriker anzusprechen, ist der Sonderpreis ‚Das Leben und Wirken Martin Luthers‘ thematisch sehr weit gefasst. Wir erhoffen uns Ausarbeitungen zum Einfluss des Schaffens und Wirkens Martin Luthers auf Religion und Gesellschaft in Mitteldeutschland“, sagt Brauereichef Wolfgang Welter. Die beste wissenschaftliche Arbeit wird mit 1.500 Euro ausgezeichnet. „Aber auch jeder, der sich abseits Luthers in seiner Freizeit um die Aufbereitung der Geschichte seiner Heimat verdient gemacht hat und sie für die Nachwelt lebendig hält, kann am Wettbewerb teilnehmen“, so Welter. Der Gesamtsieger des Ur-Krostitzer Jahresrings erhält ebenfalls 1.500 Euro. Ihm wird darüber hinaus der „Ur-Krostitzer Jahresring 2017“ verliehen – eine goldene Nachbildung des Ringes, den Schwedenkönig Gustav II. Adolf dem Krostitzer Braumeister 1631 als Dank für den „wohlschmeckenden Labetrunk“ schenkte.

Weitere Preisverteilung

3.000 Euro teilen sich die Gewinner von bis zu sechs Themenkategorien, die die Jury anhand der Einsendungen festlegt. Kategorien der letzten Jahre waren zum Beispiel „Industriegeschichte“, „Dokumentation“, „Zeitgeschichte“ oder „Biografie“. Sie ermöglichen es, thematisch verschiedene Arbeiten besser vergleichen zu können und somit mehrere Hobbyhistoriker für ihre Leistung auszuzeichnen. Für Teilnehmer ab 16 Jahren lobt die Krostitzer Brauerei einen mit 500 Euro dotierten Jugendsonderpreis aus.

Gastjuror ergänzt die Jury

In der Jury sitzen Brauereichef Wolfgang Welter und Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und ehemaliger Museumsdirektor vom Schloss Lützen. Bei der Schlacht von Lützen, einer der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges, starb der schwedische König Gustav II. Adolf 1632. Als neues Mitglied begrüßt die Jury ab diesem Jahr Katja Rosenbaum, aktuelle Direktorin des Museums im Schloss Lützen. Den Juryvorsitz hat Professor Manfred Straube inne. Er war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1995 unter anderem Dekan der Philosophischen Fakultät an der Pädagogischen Hochschule sowie gewählter Direktor der Sektion Geschichte der Universität Leipzig.

Jetzt bewerben!

Freizeithistoriker reichen ihre Bewerbung bis zum 15. August 2017 bei der Radeberger Gruppe KG, c/o Krostitzer Brauerei, Brauereistraße 12 in 04509 Krostitz, Stichwort „Ur-Krostitzer Jahresring“, ein. Die Unterlagen müssen eine komplette maschinengeschriebene Ausarbeitung des Forschungsprojektes, wenn vorhanden eine Bildauswahl (digital oder analog) sowie einen kurzen Lebenslauf enthalten. Da das Material bei der Brauerei oder im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig verbleibt, sollten keine Originale zugesendet werden. Alternativ ist die Bewerbung per E-Mail an jahresring@ur-krostitzer.de möglich. Die Arbeiten dürfen nicht älter als fünf Jahre sein. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Dezember dieses Jahres statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ur-Krostitzer Jahresring: Die Preisträger im Jubiläumsjahr des deutschen Reinheitsgebotes

Veröffentlicht am: 17.12.2016

500 Jahre deutsches Reinheitsgebot, 482 Jahre Krostitzer Brauerei, 13 Jahre Jahresring: Eine Reihe von Erfolgsgeschichten, die für sich selbst sprechen. Und mit der Verleihung des Ur-Krostitzer Jahresrings 2016 jetzt fortgeschrieben wurden.

Zukunft braucht Herkunft

Am Anfang steht allerdings auch immer die Frage, woher eigentlich das Engagement für eine Auslobung eines mitteldeutschen Historikerpreises kommt. Wie passen Ur-Krostitzer, Sport, Events und ausgerechnet Hobby-Historie zueinander? Ganz einfach. „Die eigene Geschichte ist wichtig. Wer die Zukunft gestalten möchte, braucht die Kenntnisse von und aus der Tradition“, so Wolfgang Welter, Ur-Krostitzer Brauereichef. „Dabei merken wir jedes Jahr wieder, mit welchem Enthusiasmus sich die Menschen in Mitteldeutschland mit ihrer Geschichte auseinandersetzen.“ In diesem Jahr wurden erneut ganze 80 Arbeiten eingereicht. Wer die Vergangenheit kennt, lernt also auch für die Zukunft.

Der eine Ring

Der diesjährige Gesamtsieger, Dr. agr. Leopold Kühnberg, überzeugte die Jury mit seiner Chronik „Unser Hollsteitz“. Prof. Dr. Manfred Straube, Wirtschaftshistoriker und Juryvorsitzender, lobte dabei besonders „die umfassende und persönliche Darstellung der Lebensverhältnisse einer kleinen Dorfgemeinschaft – mit einem gewissen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.“

Preisverleihung 13. Ur-Krostitzer Jahresring am 15.12.2016 in Leipzig (Sachsen). IM BILD:

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Sonderpreise im Jubiläumsjahr

Als Sieger zum Sonderpreis „500 Jahre deutsches Reinheitsgebot“ wurde Martin Herda gekürt. Der Sammler konnte mit seiner Arbeit „Die Bierstadt Görlitz – über den Kampf um das Brauprivileg bis zur Entstehung der Görlitzer Brauereien“ ein umfassendes Bild zur Brauereigeschichte Görlitz liefern. Ein echtes Stück Kulturgeschichte sozusagen.

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Und auch die Jugend leistete ihren Beitrag: Max Wilheln aus Döbeln konnte dabei mit seiner Schrift „Genealogie – Darstellung der Forschungsergebnisse am Beispiel meiner Familie vor dem Hintergrund der landwirtschaftlichen Entwicklung von 1900 bis 1989“ überzeugen. Der Schüler verbindet darin Persönliches mit Geschichte, was ihm von der Jury und besonders auch Maik Reichel, dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, großes Lob einbrachte. Jugend forscht sozusagen.

Preisverleihung 13. Ur-Krostitzer Jahresring am 15.12.2016 in Leipzig (Sachsen). IM BILD: Alle Preisträger 2016

Die Gewinner der einzelnen Kategorien im Überblick:

  • Gesamtsieger: Dr. agr. Leopold Kühnberg, Kretzschau OT Hollsteitz (Burgenlandkreis), „Unser Hollsteitz“
  • Siegerin der Kategorie Stadt- und Ortsgeschichte: Judy Slivi, Gotha, „Gotha 1918 bis 1933. Stadt der Gegensätze“
  • Sieger der Kategorie Biografie: Hans-Dietrich Haemmerlein, Waldhufen OT Thiemendorf (LK Görlitz), „Alfred Brehm: Biografie in Zeit- und Selbstzeugnissen“
  • Sieger der Kategorie Erinnerungskultur: Dr. agr. habil. Dietmar Brendler und weitere Autoren, Leipzig, „Wo in Deutschland die Sonne zuerst aufgeht“
  • Siegerin der Kategorie Lebensgeschichte: Elfriede Schütz, Kassel (gebürtige Dresdnerin), „Erinnerungen aus meinem Leben – wie es bei uns war“
  • Besondere Leistung im Bereich Ortsnamensverzeichnisse: Jürgen K. Fischer, Elsteraue (Burgenlandkreis), „Mittelalter Mitteldeutschland – Ereignisse und Ortsnamen“
  • Sieger des Sonderpreises zum Jubiläum „500 Jahre Reinheitsgebot“: Martin Herda, Görlitz, „Die Bierstadt Görlitz – über den Kampf um das Brauprivileg bis zur Entstehung der Görlitzer Brauereien“
  • Jugendsonderpreis: Max Wilhelm, Döbeln, „Genealogie – Darstellung der Forschungsergebnisse am Beispiel meiner Familie vor dem Hintergrund der landwirtschaftlichen Entwicklung von 1900 bis 1989“

Hintergrundinformation zum Ur-Krostitzer Jahresring

Der  Ur-Krostitzer Jahresring als mitteldeutscher Historikerpreis wurde 2004 zum 470-jährigen Jubiläum der Krostitzer Brauerei initiiert. „Zukunft braucht Herkunft“ – unter diesem Motto sind seit zwölf Jahren interessierte Geschichtsforscher jenseits der Profession aufgerufen, ihre Arbeiten im Wettbewerb um den Ring des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf einzureichen.

„Gesucht werden Ausarbeitungen, die sich geografisch auf Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen beziehen. Da sich unsere Marke ausweitet, haben wir vor zwei Jahren den Ur-Krostitzer Jahresring auf weitere Gebiete wie Brandenburg oder die Lausitz ausgedehnt. Welches Thema letztendlich behandelt wird, ist dem Autor überlassen.“, erklärt Brauereichef Wolfgang Welter. „Die bisher eingereichten Arbeiten sind häufig beeindruckende Beispiele von uneigennützigem Engagement für fast vergessene Ereignisse, für Vereine, kulturelle Schätze oder architektonisch wertvolle Gebäude. Die Freizeithistoriker arbeiten meist unbeachtet von der Öffentlichkeit und ohne finanzielle Unterstützung akribisch die Geschichte Mitteldeutschlands auf. Unser Anliegen ist es, ihnen eine würdige Bühne zu bieten und die verdiente Anerkennung zu verschaffen.“

Bewertet werden die Arbeiten von einer fachkundigen Jury, der neben Wolfgang Welter auch Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und zuvor Museumsdirektor von Schloss Lützen, angehört. Den Juryvorsitz hat von Beginn an Professor Dr. Manfred Straube inne. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1995 war er unter anderem als Professor im Fachbereich Geschichte der Universität Leipzig tätig.

DIE PREISTRÄGER IM JUBILÄUMSJAHR 2015

Veröffentlicht am: 17.12.2015

Vergoldete Stadtteilgeschichte – Leipziger gewinnt den 12. Ur-Krostitzer Jahresring 2015

Michael Liebmann aus Leipzig hat sich in diesem Jahr gegen 122 Mitbewerber behauptet und den 12. mitteldeutschen Historikerpreis „Ur-Krostitzer Jahresring“ gewonnen. Für sein Werk „Connewitz – Vom Werden eines Leipziger Stadtteils“ wurde der Hobbyhistoriker heute mit 1.500 Euro sowie einer goldenen Nachbildung des Rings von Schwedenkönig Gustav II. Adolf ausgezeichnet. Weitere 3.500 Euro Preisgeld teilten sich die Gewinner der fünf Themenkategorien Dokumentation, Biografie, Orts-, Wissenschafts- und Industriegeschichte. Der Jugendsonderpreis (500 Euro) ging ebenfalls nach Leipzig. Für ihr Lebenswerk (500 Euro) wurde eine Freizeitforscherin aus Radebeul geehrt. Den Wettbewerb um den Sonderpreis „1000 Jahre Leipzig“ (1.000 Euro) entschied ein Markkleeberger für sich.

„Michael Liebmann hat den Leipziger Stadtteil Connewitz von der Urzeit an betrachtet und dabei ein faktenreiches, hochinteressantes und außerordentlich fundiertes Werk vorgelegt“, sagt Wolfgang Welter, Geschäftsführer der Krostitzer Brauerei. Er setzte sich damit gegen 122 Einsendungen durch, unter denen erneut zahlreiche von großem Gewicht und Umfang waren. „Generell ist zu beobachten, dass die Autoren und ihre Arbeiten in den letzten Jahren und besonders 2015 eine enorme Entwicklung erkennen lassen. Denn die Zahl der wissenschaftlich sehr spezifizierten Themen hat stark zugenommen. Sehr erfreut sind wir zudem über die Zunahme von am Wettbewerb teilnehmenden Schülern“, resümiert der Juryvorsitzende Professor Dr. Manfred Straube.

 

Gewinner Jahresring 2015

Kategoriegewinner

In fünf verschiedenen Themenkategorien kürte die Jury je einen Gewinner. Jeder erhielt ein Preisgeld von 500 Euro. In der Kategorie Dokumentation überzeugte Mathias Körner aus Dresden mit seinem Werk über die Gorbitzer Höhenpromenade. Carsten Berndt aus Erfurt schrieb über Melissantes, einen Thüringer Geograph und Universalgelehrten, und gewann damit in der Kategorie Biografie. In der Kategorie Ortsgeschichte triumphierte Wilfried Hammer aus Riesa (LK Meißen) mit seiner Forschungsarbeit über 4000 Jahre Besiedlung zwischen Döllnitz, Elbe und Jahna. Mit „Johann Matthäus Bechstein 1757–1822“ reichte Michael Theuring-Kolbe aus Arnstadt (Ilm-Kreis) die beste Ausarbeitung in der Kategorie Wissenschaftsgeschichte ein. Thomas Schmidt aus Zwenkau (LK Leipzig) siegte in der Kategorie Industriegeschichte mit einer „Zeitreise in die technisch-technologische Entwicklung des Tagebaus Espenhain 1936–1994“.

Lebenswerk und Jugendsonderpreis

Helga Gäbler aus Radebeul (LK Meißen) wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet und erhielt ebenfalls ein Preisgeld von 500 Euro. Sie schrieb über das Dorf Reppen, über ihre persönliche Mitarbeit in den Hilfsorganisationen Oberwiesenthals sowie über ihre Lebenserinnerungen. Den mit 500 Euro dotierten Jugendsonderpreis entschied Tobias Müller aus Leipzig mit seiner Ausarbeitung „Die sächsische Armee – von Moskau nach Waterloo. Ein Übergang mit oder ohne Folgen?“ für sich.

Sonderpreis „1000 Jahre Leipzig“

Mit seiner Buch-Trilogie „Das tausendjährige Leipzig“ reichte Peter Schwarz aus Markkleeberg die beste wissenschaftliche Arbeit zum Jubiläum „1000 Jahre Leipzig“ ein. Er wurde dafür von Torsten Bonew, Bürgermeister für Finanzen und „Leipzig 2015“-Beauftragter der Stadt Leipzig, ausgezeichnet und erhielt 1.000 Euro Preisgeld.

Besondere Anerkennungen

Erneut spricht die Jury besondere Anerkennungen an Freizeithistoriker mit sehr gelungenen Arbeiten aus. „Auch wenn diese Auszeichnungen nicht mit einem Preisgeld dotiert sind, so sind die Freizeithistoriker jedes Mal dankbar für die Würdigung ihrer Leistung“, sagt Professor Manfred Straube.
Krostitz, Dezember 2015

DIE PREISTRÄGER IM JUBILÄUMSJAHR 2014

Veröffentlicht am: 18.12.2014

Wahre Helden falten Geschichte / Quedlinburger gewinnt den 11. Ur-Krostitzer Jahresring 2014

Im Jahr des 480. Geburtstags der Krostitzer Brauerei hat Rolf Weiher den mitteldeutschen Historikerpreis Ur-Krostitzer Jahresring gewonnen. Er reichte ein auf zehn Meter ausziehbares Faltbuch ein, das einen „Zeitstrahl durch die Deutsche Geschichte – Geschichte der Welterbestadt Quedlinburg in Ostfalen als Wiege Deutschlands“ zeigt. Für diese Leistung wurde der Hobbyhistoriker aus Quedlinburg mit 1.500 Euro sowie einer goldenen Nachbildung des Rings von Schwedenkönig Gustav II. Adolf ausgezeichnet. Weitere 3.500 Euro Preisgeld teilen sich die Gewinner sieben verschiedener Themenkategorien aus Berlin/Leipzig, Dresden, Frauenprießnitz, Göttingen, Gröningen, Hohenleipisch und Weißwasser.

„Mitteldeutsche Geschichte grafisch so eindrucksvoll in einem Faltbuch aufzubereiten, ist eine außergewöhnliche Leistung von Rolf Weiher, die wir unbedingt mit dem Hauptpreis würdigen wollten“, sagt Wolfgang Welter, Geschäftsführer der Krostitzer Brauerei. Der Juryvorsitzende Professor Manfred Straube ergänzt: „Geschichte ist vor allem bei der jüngeren Generation gewiss nicht immer der beliebteste Themenbereich. Das Werk von Rolf Weiher zeigt, wie man historische Ereignisse wunderbar bildlich darstellen kann, sodass jedermann Lust bekommt, sich damit zu beschäftigen.“

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Kategoriegewinner

In sieben verschiedenen Themenkategorien kürte die Jury je einen Gewinner. Jeder erhielt ein Preisgeld von 500 Euro. In der Kategorie Industriegeschichte überzeugte Manfred Schäfer aus Weißwasser im Landkreis Görlitz mit seiner Forschungsarbeit „Die Menschen von hier haben Glas geformt und das Glas die Menschen“. Ralf Staufenbiel aus Gröningen im Landkreis Börde gewann mit seiner Arbeit „Heimatbuch Kloster Gröningen“ in der Kategorie Ortsgeschichte. In der Kategorie Erinnerungskultur triumphierten Heinz Richard Lohholz aus Berlin und Stefan Witt aus Leipzig mit ihrem Werk „Kriegserinnerungen 1914–1918. Gedanken und Erlebnisse eines preussischen Musketiers von Otto König aus Schraplau“.

Die beste Arbeit in der Kategorie Dokumentation reichte Manfred Gerhard Böttcher aus Dresden mit seinem Werk über die Luftangriffe auf Dresden am 13./14./15. Februar 1945 ein. Siegfried Bräuer aus Hohenleipisch im Landkreis Elbe-Elster siegte in der Kategorie Handwerksgeschichte. Er schrieb über „Die Grautöpfer-Innung Hohenleipisch“. In der Kategorie Wissenschaftsgeschichte überzeugte Dr. Katharina Habermann aus Göttingen mit der Ausarbeitung „Die Kalenderbriefe des Georg Albrecht Hamberger im Kontext der Kalenderreform von 1700“. Für sein Lebenswerk wurde Konrad Claus aus Frauenprießnitz im Saale-Holzland-Kreis ausgezeichnet. Er bewarb sich mit dem Werk „Frauenprießnitz: Klosterdorf – Residenz – Amtssitz/Streiflichter aus der Geschichte eines ostthüringischen Dorfes“.

Besondere Anerkennungen

Zahlreiche weitere Arbeiten wurden als sehr gelungen betrachtet und erhielten von der Jury eine „besondere Anerkennung“, die allerdings nicht mit einem Preisgeld dotiert ist. Eine besondere Anerkennung ging unter anderem an Fred Winter aus Goseck im Burgenlandkreis für sein langjähriges Engagement für seine mitteldeutsche Heimat.

Aufnahme ins Staatsarchiv

Über 1000 Forschungsarbeiten zur mitteldeutschen Geschichte hat die Jury des Ur-Krostitzer Jahresrings in den letzten zehn Jahren gesichtet und prämiert. Bisher lagerten die Arbeiten in der Brauerei. Anfang 2014 wurde eine Auswahl von ihnen ins Sächsische Staatsarchiv, Abteilung Staatsarchiv Leipzig, zur dauerhaften Verwahrung übernommen.

„Die Forschungsarbeiten zur mitteldeutschen Geschichte aus dem Ur-Krostitzer Jahresring ergänzen in idealer Weise die Bestände unseres Archivs, die bis ins Mittelalter zurück reichen“, sagt Dr. Volker Jäger, Abteilungsleiter des Sächsischen Staatsarchivs. „Von den mehr als 1000 eingereichten Arbeiten wird eine Auswahl übernommen, katalogisiert und für die öffentliche Benutzung zur Verfügung gestellt.“

Einen Beitrag zur Pflege der Regionalgeschichte leistet die Krostitzer Brauerei seit zehn Jahren mit dem Ur-Krostitzer Jahresring. „Unter dem Motto ‚Zukunft braucht Herkunft‘ feiern wir in diesem Jahr den 480. Geburtstag unserer Brauerei, Tradition wird bei uns also tagtäglich gelebt“, erklärt Brauereichef Wolfgang Welter. „Dabei steht nicht nur die Pflege der eigenen Geschichte sondern auch die der gesamten mitteldeutschen Region im Fokus. Mit dem Ur-Krostitzer Jahresring, der seit seinem Start 2004 hervorragend angenommen wird, ist uns das gelungen. Ich freue mich für unsere Hobbyhistoriker, dass ihre Arbeiten zukünftig sicher im Staatsarchiv Leipzig lagern und damit die verdiente Aufmerksamkeit und Nutzbarkeit erhalten. Dies ist eine tolle Wertschätzung ihrer historischen Leistung.“

Auch die Ausarbeitungen des 11. Ur-Krostitzer Jahresrings werden katalogisiert und für die öffentliche Benutzung zur Verfügung gestellt.
Krostitz, Dezember 2014