Ur-Krostitzer Jahresring

15. Preisverleihung des Ur-Krostitzer Jahresrings

Veröffentlicht am: 14.12.2018

Am Donnerstag, den 13.12.2018, war es wieder soweit: Bei der Verleihung des „Ur-Krostitzer Jahresrings“ im Gewandhaus Leipzig wurden besonders herausragende geschichtliche Projekte von Freizeithistorikern aus ganz Mitteldeutschland prämiert.

Der große Gewinner an diesem Tage war Joachim Krause aus dem Landkreis Zwickau, der den 15. mitteldeutschen Historikerpreis „Ur-Krostitzer Jahresring“ erhielt. Mit seinem Werk „Fremde Eltern. Zeitgeschichte in Tagebüchern und Briefen 1933–1945“ überzeugte der Hobbyhistoriker die Jury und gewann bei der feierlichen Verleihung ein Preisgeld von 1.500 Euro sowie eine goldene Nachbildung des Rings von Schwedenkönig Gustav II. Adolf.

Weitere 3.000 Euro Preisgeld teilen sich die Gewinner der sechs Themenkategorien Dokumentation, Ortsgeschichte, Industriegeschichte, Erinnerungskultur, Personengeschichte und Lebenswerk. Die Hobbyhistoriker kommen aus Leipzig, Medingen (LK Bautzen), Weißenfels, Wernigerode, Uhlstädt-Kirchhasel (LK Saalfeld-Rudolstadt) und Bad Düben (LK Nordsachsen). Den Wettbewerb um den Jugendsonderpreis (500 Euro) entschied eine Dresdner Schülerin für sich. Der mit 1.000 Euro dotierte Sonderpreis zum Jubiläum „275 Jahre Gewandhausorchester“ ging nach Markkleeberg (LK Leipzig).

Fotonachweis: Westend / Christian Modla

15 Jahre Ur-Krostitzer Jahresring mit Sonderpreis „Leipziger Musikgeschichte“

Veröffentlicht am: 27.04.2018

Wir gehen in die Verlängerung: Jetzt noch bis zum 30. September 2018 bewerben!

Der mitteldeutsche Historikerpreis „Ur-Krostitzer Jahresring“ startet zum Tag des deutschen Bieres am 23. April in seine 15. Auflage. Im Jubiläumsjahr sind Freizeithistoriker jenseits der Profession aufgerufen, sich bis zum 15. August 2018 mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten zu bewerben. Thematisch sind keine Grenzen gesetzt, geografisch müssen sich die Einsendungen auf Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen beziehen. Dotiert ist der Wettbewerb erneut mit 5.000 Euro, hinzu kommen 1.000 Euro Preisgeld für einen Sonderpreis zur Leipziger Musikgeschichte. Anlass ist das 275. Jubiläum des Gewandhausorchesters Leipzig. Um auch diese Einsendungen fachgerecht beurteilen zu können, ergänzt Gewandhausdirektor Professor Dr. Andreas Schulz in diesem Jahr die Jury.

6.000 Euro Preisgeld beim mitteldeutschen Historikerpreis 2018/ Sonderpreis „Leipziger Musikgeschichte“ mit Gewandhausdirektor Professor Dr. Andreas Schulz als Gastjuror

Seit 15 Jahren bietet die Krostitzer Brauerei unter dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“ Freizeithistorikern eine Plattform, ihre Ausarbeitungen über die mitteldeutsche Geschichte zu präsentieren. „Wir haben es oftmals mit Menschen zu tun, die im stillen Kämmerlein viel Zeit und Aufwand in die Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte investieren und sie damit für die Nachwelt aufbereiten. Für sie haben wir den Ur-Krostitzer Jahresring ins Leben gerufen“, erklärt Brauereichef Wolfgang Welter. Der Gesamtsieger erhält auch in diesem Jahr ein Preisgeld von 1.500 Euro. Außerdem wird ihm der „Ur-Krostitzer Jahresring 2018“ verliehen – eine goldene Nachbildung des Ringes, den Schwedenkönig Gustav II. Adolf dem Krostitzer Braumeister 1631 als Dank für den „wohlschmeckenden Labetrunk“ schenkte.

Weitere Preisverteilung und Sonderpreis

3.000 Euro teilen sich die Gewinner von bis zu sechs Themenkategorien, die die Jury anhand der Einsendungen festlegt. Kategorien der letzten Jahre waren zum Beispiel „Industriegeschichte“, „Dokumentation“, „Zeitgeschichte“ und „Biografie“. So wird es ermöglicht, thematisch verschiedene Arbeiten besser vergleichen zu können und somit mehrere Hobbyhistoriker für ihre Leistung auszuzeichnen. Für Teilnehmer ab 16 Jahren lobt die Krostitzer Brauerei einen mit 500 Euro dotierten Jugendsonderpreis aus. 2018 wird die beste wissenschaftliche Einsendung zur Leipziger Musikgeschichte zusätzlich mit 1.000 Euro belohnt. „Leipzig ist eine Musikstadt mit großer Tradition und internationalem Ansehen. Bedeutende Musiker wie Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy oder renommierte Ensembles wie das Gewandhausorchester und der Thomanerchor wirkten und wirken in Leipzig. Daneben hat die Stadt eine weit gefächerte Musikszene und ausgeprägte Subkultur. Aus dieser großen Themenvielfalt erhoffen wir uns zahlreiche und spannende Ausarbeitungen“, so Wolfgang Welter.

Gastjuror Professor Dr. Andreas Schulz ergänzt die Jury

Der Jury gehören Brauereichef Wolfgang Welter, Katja Rosenbaum, Direktorin des Museums im Schloss Lützen, und Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, an. Die Brauerei und das Schloss Lützen verbindet ein historischer Hintergrund: Der schwedische König Gustav II. Adolf, dessen Konterfei die Marke des Krostitzer Bieres ziert, starb 1632 bei der Schlacht von Lützen, einer der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges. Für die Auszeichnung des diesjährigen Sonderpreises begrüßt die Jury Professor Dr. Andreas Schulz, Direktor des Gewandhauses zu Leipzig, als Gastjuror.

Jetzt bewerben!

Freizeithistoriker reichen ihre Bewerbung bis zum 30. September 2018 bei der Radeberger Gruppe KG, c/o Krostitzer Brauerei, Brauereistraße 12 in 04509 Krostitz, Stichwort „Ur-Krostitzer Jahresring“, ein. Die Unterlagen müssen eine komplette maschinengeschriebene Ausarbeitung des Forschungsprojektes, wenn vorhanden eine Bildauswahl (digital oder analog) sowie einen kurzen Lebenslauf enthalten. Da das Material bei der Brauerei oder im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig verbleibt, sollten keine Originale zugesendet werden. Alternativ ist die Bewerbung per E-Mail an jahresring@ur-krostitzer.de möglich. Die Arbeiten dürfen nicht älter als fünf Jahre sein. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Dezember dieses Jahres statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Magdeburger gewinnt 14. mitteldeutschen Historikerpreis „Ur-Krostitzer Jahresring“

Veröffentlicht am: 20.12.2017

Ingo Schulz aus Magdeburg hat den 14. mitteldeutschen Historikerpreis „Ur- Krostitzer Jahresring“ gewonnen. Der Hobbyhistoriker überzeugte die Jury mit seiner Arbeit „Bauern in der Magdeburger Börde – Forschungen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte am Beispiel der Familie Freytag“. Neben einem Preisgeld von 1.500 Euro erhielt er bei der heutigen Preisverleihung in Leipzig die goldene Nachbildung des Rings von Schwedenkönig Gustav II. Adolf. Weitere 3.000 Euro Preisgeld teilen sich die Gewinner der sechs Themenkategorien Erinnerungskultur, Familiengeschichte, Biografie, Lebenswerk, Ortsgeschichte und Inszenierte Geschichte. Sie kommen aus Döbeln, Gera, Jena, Zeitz, Löbichau und Waltershausen. Den Wettbewerb um den Jugendsonderpreis (500 Euro) entschied eine Döbelner Schülerin für sich. Der mit 1.500 Euro dotierte Sonderpreis zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ ging nach Grimma.

Hauptpreisträger Ingo Schulz (M.) mit den Jurymitgliedern Maik Reichel, Torsten Zugehör, Katja Rosenbaum, Wolfgang Welter bei der Preisverleihung 14. Ur-Krostitzer Jahresring am 20.12.2017 in Leipzig (Sachsen).

70 Einsendungen und breites Spektrum der Themen

Auch das vierzehnte Jahr des Ur-Krostitzer Jahresrings war wieder von qualitativ hochwertigen und thematisch vielfältigen Arbeiten gekennzeichnet. 70 Einsendungen hat die Jury erhalten und sich durch ein sehr interessantes Themenspektrum gelesen. Am meisten überzeugte die vorzügliche Gesamtleistung von Ingo Schulz. „Ingo Schulz hat exemplarisch anhand der Familie Freytag die sozialgeschichtliche und wirtschaftliche Entwicklung der Landbevölkerung der Magdeburger Börde untersucht“, sagt Wolfgang Welter, Geschäftsführer der Krostitzer Brauerei. „Dabei hat er die Stammfolge bis in die elfte Generation mit einer vorbildlichen Präzision belegt sowie Beziehungen und Verbindungen zur sozialen und wirtschaftlichen Umwelt herstellen können. Darüber hinaus entspricht die Arbeit höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen und belegt eindrucksvoll die oftmals unterschätzte Bedeutung der Genealogie. Sie leistet so nicht nur einen wichtigen Beitrag zur regional- und familiengeschichtlichen Forschung, sondern auch für die Landesgeschichte von Sachsen-Anhalt.“ 

Die Kategoriegewinner 2017

In sechs Themenkategorien kürte die Jury je einen Gewinner, der ein Preisgeld von 500 Euro erhielt. In der Kategorie Erinnerungskultur gewannen Stephan Conrad, Judith Sophie Schilling und Sophie Spitzner von der AG Geschichte des Vereins Treibhaus e.V. aus Döbeln (LK Mittelsachsen) mit ihrem Werk „Döbeln im Nationalsozialismus: Familie Glasberg – jüdisches Leben in Döbeln“. Uwe Lehmann aus Gera schrieb über „Die Familie derer von Lüschwitz zu Zwötzen vor, während und nach der Reformation“ und überzeugte damit in der Kategorie Familiengeschichte. In der Kategorie Biografie triumphierte Dr. Reinhard E. Schielicke aus Jena, dessen Ausarbeitung „Rudolf Straubel 1864–1943“ eingereicht wurde. Der Hobbyhistoriker wusste nichts von der Bewerbung und war hocherfreut, als er vom Erfolg erfuhr. Bernd Rolle, Inhaber des Verlags Vopelius Jena, hatte Schielickes Elaborat beim Wettbewerb eingereicht. Für sein Lebenswerk wurde Rudolf Drößler aus Zeitz (Burgenlandkreis) ausgezeichnet. Er beteiligte sich mit seinem Werk „Zeitz – Geschichte der Stadt, Band III, Die Zeit der Reformation“ am Wettbewerb. Mit „Streitbare Bauern. Der Prozess um die Bruchsteinfuhren für das Löbichauer Rittergut“ gewann Dorit Bieber aus Löbichau (LK Altenburg) in der Kategorie Ortsgeschichte. Rotraut Greßler aus Waltershausen (LK Gotha) wurde für ihr Theaterstück „Nur der Männer Freud und Lust?“ in der Kategorie Inszenierte Geschichte ausgezeichnet.

Jakob Eißner, Torsten Zugehör (OBM Wittenberg), Sven Frotscher, Enya Vogel, Sophie Spitzner, Stephan Conrad, Judith Sophie Schilling, Ingo Schulz, Rudolf Drößler, Rotraut Greßler, Uwe Lehmann, Dorit Bieber, Dr. Reinhardt Schielicke, Katja Rosenbaum, Wolfgang Welter, Maik Reichel (letzte drei Jurymitglieder) bei der Preisverleihung 14. Ur-Krostitzer Jahresring am 20.12.2017 in Leipzig (Sachsen).

Sonderpreis zu „500 Jahren Reformation“ und Jugendsonderpreis

Der Schüler Jakob Eißner vom Grimmaer Gymnasium St. Augustin entschied den Sonderpreis „Das Leben und Wirken Martin Luthers“ zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ für sich. Er reichte die Arbeit „Vertrauen wagen? – Die Ausgestaltung des Lutherjahres 1983 am Fallbeispiel der Region Grimma“ ein. Den Jugendsonderpreis gewann die Schülerin Enya Vogel aus Döbeln mit ihrer Ausarbeitung „Der Einfluss der Reformation auf ausgewählte Zisterzienserklöster“. Der Jugendsonderpreis ging nach 2016 zum zweiten Mal in Folge an einen Schüler des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums Döbeln. 

Besondere Anerkennungen

Erneut sprach die Jury besondere Anerkennungen an Freizeithistoriker mit sehr gelungenen Arbeiten aus. „Auch wenn diese Auszeichnungen nicht mit einem Preisgeld dotiert sind, so sind die Freizeithistoriker jedes Mal dankbar für die Würdigung ihrer Leistung“, sagt Wolfgang Welter. Eine besondere Anerkennung ging unter anderem an Sven Frotscher aus Halle/Saale für sein Werk „Das stählerne Herz von Halle – Lindner/Waggonbau Ammendorf/MSG (1823–1968): Geschichte eines bedeutenden Industriebetriebes“.

Wahre Helden haben Worte: Die Dankesrede von Rotraut Greßler

Es ist ein großes Ding, daß ein Mensch würdig ist, ein gutes Werk zu tun. Wer Gutes tun will, muss es verschwenderisch tun! Wir, die Hobbyhistoriker, haben ziemlich viel Gutes getan und dabei ziemlich viel Papier eben auch verschwenderisch ge- und verbraucht.

Viele Bücher machen nicht gelehrt, viel lesen auch nicht, sondern gute Dinge und oft lesen, wie wenig es auch ist, das macht gelehrt in der Schrift. Denn: Weißes erkennt man besser, wenn man schwarzes dagegen hält.

Es ist uns oft genug begegnet, manchmal auch  kurz vorm Schlafengehen, dass wir ein einziges Wort gesucht und erfragt haben, und habens doch bisweilen nicht gefunden. Nun, da unsere Geschichten verdeutscht und fertig sind, kanns ein jeder lesen und kritisieren. Es läuft einer jetzt mit den Augen über drei, vier Blätter hin und stößt nicht ein einziges Mal an, wird aber nicht gewahr, welche Wacken und Klötzer da gelegen sind, wo er jetzt darüber hinweggeht, wie ein gehobeltes Brett, wo wir haben schwitzen und uns ängstigen müssen!

Im Schweiße unseres Angesichts haben wir unsere Zähne zusammengebissen und waren doch immer mit Feuereifer dabei! Wir haben aus unserem Herzen keine Mördergrube gemacht, und dennoch nicht gleich irgendetwas ausposaunt, sondern, so manche große Unbekannte friedfertig zur Lösung gebracht, denn: Nur, wer sich entscheidet, existiert. Alles, was wir erreicht haben, wurde mit Freude und mit Hoffnung getan.

Auch in diesem Jahr waren wir alle mit Feuereifer dabei, zu Suchen und zu Finden. Wir haben sicher für diese oder jene Geschichte den Leuten aufs Maul geschaut, sind oft genug auch im Dunklen getappt, wir haben so manches Manuskript mit sieben Siegeln aufgeschlossen und daraus für immer und ewig ein Buch oder eine szenische Lesung fabriziert. Mit dem, was entstanden ist, müssen wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen.

Ihre Arbeit, liebe Mitglieder der Jury, war es sicher nicht, dass man ohne Unterschied allerlei Bücher zusammenraffe und nur an die Menge denke. Sie hatten die Qual der Wahl und mit Ihrer Entscheidung und rechtschaffenden Büchern nun umso mehr die Librerie versorgt. Denn: Wer die Erkenntnis der Sache nicht hat, dem wird die Erkenntnis der Worte nicht helfen.

Hier sitzen wir nun, hier stehe ich nun! Ich kann nicht anders. Ein Herz voller Freude sieht alles fröhlich an: Für mich ist diese Anerkennung der Krostitzer Grimme-Preis! Ich fühle mich sehr geehrt und danke Ihnen allen: der Geschäftsleitung in Persona von Herrn Wolfgang Welter, Frau Dr. Ines Zekert, den Mitgliedern der Jury, meinem Mann, der mein Hobby nicht nur PC-technisch duldsam begleitet und nicht nur ein besonnener Ratgeber ist, meiner Partnerin und Freundin, Barbara Brück, geb. Cranach. Wir haben im Jahr meines Martin, das Luther-Jahr, vielerorts  über die Mannsbilder und Frawen, über Gott und die Welt in der Reformation  disputiert, danke, liebe Renate. Ein gutes Wort ist, was anderen wohltut, das stammt von meinem Martin. Er hat wohl nichts dagegen, wenn ich, als seine liebste Herr Käthe, das auf den heutigen Tag transponiere und ihm dieses Zitat von Erich Kästner in den Mund lege: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. Vielen Dank!

 

Jahresring 2017 mit Wittenbergs Oberbürgermeister in Jury

Veröffentlicht am: 28.06.2017

Helden bewahren Geschichte. Im April gab die Brauerei den Startschuss zum 14. Historikerpreises „Ur-Krostitzer Jahresring“ mit insgesamt 6.500 Euro Preisgeld. In diesem Jahr wird zusätzlich ein Sonderpreis „Das Leben und Wirken Martin Luthers“ ausgelobt. Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör hat sich bereit erklärt, im Lutherjahr Teil der Jury zu werden und den Sonderpreis zu übergeben.

Wettbewerb mit Tradition

2004 wurde der Historikerwettbewerb „Ur-Krostitzer Jahresring“ ins Leben gerufen, um Hobbyhistoriker zu würdigen, die die Geschichte ihrer Region lebendig halten. Der Gewinner des „Ur-Kostitzer Jahresrings“ erhält in jedem Jahr neben einem Geldpreis eine Nachbildung des Ringes mit dem roten Juwel, den Schwedenkönig Gustav Adolf dem Krostitzer Braumeister im Jahre 1631 als Dank für dessen „wohlschmeckenden Labetrunk“ überreichte.

Schirmherrschaft zum Reformationsjubiläum

Zum Reformationsjubiläum 2017 vergibt die Krostitzer Brauerei zusätzlich den mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis „Das Leben und Wirken Martin Luthers“. Der Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg Torsten Zugehör erklärte sich auf Anfrage der Brauerei bereit, die Schirmherrschaft für diesen Preis zu übernehmen und Teil der Jury zu werden.

„Um möglichst viele Freizeithistoriker anzusprechen, ist der Sonderpreis thematisch sehr weit gefasst. Wir erhoffen uns Ausarbeitungen zum Einfluss des Schaffens und Wirkens Martin Luthers auf Religion und Gesellschaft in Mitteldeutschland. Mit der Schirmherrschaft von Herrn Zugehör wird unser traditioneller Wettbewerbs noch einmal enorm aufgewertet“ freut sich Brauereichef Wolfgang Welter und betont die langjährige gute Partnerschaft zwischen der Brauerei und der Stadt Wittenberg. Seit Jahren ist die Marke Ur-Krostitzer bei „Luthers Hochzeit“ als Sponsor an Bord.

Ur-Krostitzer Jahresring: Die Preisträger im Jubiläumsjahr des deutschen Reinheitsgebotes

Veröffentlicht am: 17.12.2016

500 Jahre deutsches Reinheitsgebot, 482 Jahre Krostitzer Brauerei, 13 Jahre Jahresring: Eine Reihe von Erfolgsgeschichten, die für sich selbst sprechen. Und mit der Verleihung des Ur-Krostitzer Jahresrings 2016 jetzt fortgeschrieben wurden.

Zukunft braucht Herkunft

Am Anfang steht allerdings auch immer die Frage, woher eigentlich das Engagement für eine Auslobung eines mitteldeutschen Historikerpreises kommt. Wie passen Ur-Krostitzer, Sport, Events und ausgerechnet Hobby-Historie zueinander? Ganz einfach. “Die eigene Geschichte ist wichtig. Wer die Zukunft gestalten möchte, braucht die Kenntnisse von und aus der Tradition”, so Wolfgang Welter, Ur-Krostitzer Brauereichef. “Dabei merken wir jedes Jahr wieder, mit welchem Enthusiasmus sich die Menschen in Mitteldeutschland mit ihrer Geschichte auseinandersetzen.” In diesem Jahr wurden erneut ganze 80 Arbeiten eingereicht. Wer die Vergangenheit kennt, lernt also auch für die Zukunft.

Der eine Ring

Der diesjährige Gesamtsieger, Dr. agr. Leopold Kühnberg, überzeugte die Jury mit seiner Chronik “Unser Hollsteitz”. Prof. Dr. Manfred Straube, Wirtschaftshistoriker und Juryvorsitzender, lobte dabei besonders “die umfassende und persönliche Darstellung der Lebensverhältnisse einer kleinen Dorfgemeinschaft – mit einem gewissen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.”

Preisverleihung 13. Ur-Krostitzer Jahresring am 15.12.2016 in Leipzig (Sachsen). IM BILD:

jahresring2016

Sonderpreise im Jubiläumsjahr

Als Sieger zum Sonderpreis “500 Jahre deutsches Reinheitsgebot” wurde Martin Herda gekürt. Der Sammler konnte mit seiner Arbeit “Die Bierstadt Görlitz – über den Kampf um das Brauprivileg bis zur Entstehung der Görlitzer Brauereien” ein umfassendes Bild zur Brauereigeschichte Görlitz liefern. Ein echtes Stück Kulturgeschichte sozusagen.

DCIM100GOPROGOPR1627.

2016-12-15-12-14-47

Und auch die Jugend leistete ihren Beitrag: Max Wilheln aus Döbeln konnte dabei mit seiner Schrift “Genealogie – Darstellung der Forschungsergebnisse am Beispiel meiner Familie vor dem Hintergrund der landwirtschaftlichen Entwicklung von 1900 bis 1989” überzeugen. Der Schüler verbindet darin Persönliches mit Geschichte, was ihm von der Jury und besonders auch Maik Reichel, dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, großes Lob einbrachte. Jugend forscht sozusagen.

Preisverleihung 13. Ur-Krostitzer Jahresring am 15.12.2016 in Leipzig (Sachsen). IM BILD: Alle Preisträger 2016

Die Gewinner der einzelnen Kategorien im Überblick:

  • Gesamtsieger: Dr. agr. Leopold Kühnberg, Kretzschau OT Hollsteitz (Burgenlandkreis), „Unser Hollsteitz“
  • Siegerin der Kategorie Stadt- und Ortsgeschichte: Judy Slivi, Gotha, „Gotha 1918 bis 1933. Stadt der Gegensätze“
  • Sieger der Kategorie Biografie: Hans-Dietrich Haemmerlein, Waldhufen OT Thiemendorf (LK Görlitz), „Alfred Brehm: Biografie in Zeit- und Selbstzeugnissen“
  • Sieger der Kategorie Erinnerungskultur: Dr. agr. habil. Dietmar Brendler und weitere Autoren, Leipzig, „Wo in Deutschland die Sonne zuerst aufgeht“
  • Siegerin der Kategorie Lebensgeschichte: Elfriede Schütz, Kassel (gebürtige Dresdnerin), „Erinnerungen aus meinem Leben – wie es bei uns war“
  • Besondere Leistung im Bereich Ortsnamensverzeichnisse: Jürgen K. Fischer, Elsteraue (Burgenlandkreis), „Mittelalter Mitteldeutschland – Ereignisse und Ortsnamen“
  • Sieger des Sonderpreises zum Jubiläum „500 Jahre Reinheitsgebot“: Martin Herda, Görlitz, „Die Bierstadt Görlitz – über den Kampf um das Brauprivileg bis zur Entstehung der Görlitzer Brauereien“
  • Jugendsonderpreis: Max Wilhelm, Döbeln, „Genealogie – Darstellung der Forschungsergebnisse am Beispiel meiner Familie vor dem Hintergrund der landwirtschaftlichen Entwicklung von 1900 bis 1989“

Hintergrundinformation zum Ur-Krostitzer Jahresring

Der  Ur-Krostitzer Jahresring als mitteldeutscher Historikerpreis wurde 2004 zum 470-jährigen Jubiläum der Krostitzer Brauerei initiiert. „Zukunft braucht Herkunft“ – unter diesem Motto sind seit zwölf Jahren interessierte Geschichtsforscher jenseits der Profession aufgerufen, ihre Arbeiten im Wettbewerb um den Ring des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf einzureichen.

„Gesucht werden Ausarbeitungen, die sich geografisch auf Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen beziehen. Da sich unsere Marke ausweitet, haben wir vor zwei Jahren den Ur-Krostitzer Jahresring auf weitere Gebiete wie Brandenburg oder die Lausitz ausgedehnt. Welches Thema letztendlich behandelt wird, ist dem Autor überlassen.“, erklärt Brauereichef Wolfgang Welter. „Die bisher eingereichten Arbeiten sind häufig beeindruckende Beispiele von uneigennützigem Engagement für fast vergessene Ereignisse, für Vereine, kulturelle Schätze oder architektonisch wertvolle Gebäude. Die Freizeithistoriker arbeiten meist unbeachtet von der Öffentlichkeit und ohne finanzielle Unterstützung akribisch die Geschichte Mitteldeutschlands auf. Unser Anliegen ist es, ihnen eine würdige Bühne zu bieten und die verdiente Anerkennung zu verschaffen.“

Bewertet werden die Arbeiten von einer fachkundigen Jury, der neben Wolfgang Welter auch Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und zuvor Museumsdirektor von Schloss Lützen, angehört. Den Juryvorsitz hat von Beginn an Professor Dr. Manfred Straube inne. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1995 war er unter anderem als Professor im Fachbereich Geschichte der Universität Leipzig tätig.

Wir nehmen Sie und Ihre persönlichen Rechte ernst. Deswegen ist uns der Schutz Ihrer Daten sehr wichtig!

Auf dieser Website werden sogenannte Cookies gespeichert. Cookies sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Endgerät abgelegt werden. Aber keine Angst! Cookies richten keinen Schaden an und enthalten auch keine Viren. Sie dienen lediglich dazu, Inhalte zu personalisieren, Funktionen bereitzustellen und den Datenverkehr zu analysieren. Einen Teil der dadurch gewonnen Informationen teilen wir mit unseren Social-Media-, Werbe- und Analytikpartnern. Dabei ist es für uns selbstverständlich, dass dieses immer im gesetzlich vorgegebenen Rahmen geschieht.
Sind Sie mit der Nutzung von Cookies einverstanden?

Einverstanden!
Nein, ich bin nicht einverstanden