Wahre Helden entdecken Geschichte: Ur-Krostitzer unterstützt Gemeinschafts­ausstellung.

400 Jahre Dreißigjähriger Krieg. „Je weniger Klingen je größere Herzen“: In Nordsachsen startet im Mai eine Gemeinschaftsausstellung von 5 Museen des Landkreises: Bad Düben – Delitzsch – Eilenburg – Taucha – Torgau. Jedes Museum wird die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges und die verheerenden Auswirkungen auf unsere Region unter einer anderen Facette darstellen. Im Gustav Adolf Saal der Krostitzer Brauerei wurde das ehrgeizige und umfangreiche Ausstellungsprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

2018 jährt sich der Beginn des Dreißigjährigen Krieges zum 400. Mal. Nach dem Lutherjahr ist dies ein weiterer Anlass, der die Geschichtsträchtigkeit unserer Region vor Augen führt. Umso höher ist die Intention der Sonderausstellung „Je weniger Klingen je größere Herzen“ zu werten. Das Gemeinschaftsprojekt von fünf nordsächsischen Museen in Vernetzung mit Ausstellungen in Franken und Böhmen lässt Geschichte lebendig werden, mahnt zugleich und zeigt so den Wert – aber auch Fragilität des Friedens in der heutigen Zeit auf.

Das umfangreiche und außergewöhnliche Ausstellungsprojekt wird von der Krostitzer Brauerei unterstützt. Geschäftsführer Wolfgang Welter begründet das Engagement: „Unser Bier aus Krostitz ist mit einer historischen Gestalt aus dem Dreißigjährigen Krieg unmittelbar verbunden. Dass der Schwedenkönig Gustav Adolf im Jahr 1631 zu Gast in Krostitz war, hängt geschichtlich gesehen unmittelbar mit dem Wirken Luthers und den späteren Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges zusammen. Die Geschichte der Brauerei und die Geschichte Mitteldeutschlands greifen damit häufig ineinander und haben Eckdaten, die Teil einer gemeinsamen Erinnerungskultur sind. Daher war es uns eine angenehme Verpflichtung, diesem engagierten und vielversprechenden Projekt unsere Unterstützung zuzusagen. Für das Projekt leisten wir nicht nur finanzielle und werbliche Unterstützung, sondern stellen auch Räumlichkeiten für vorbereitende und begleitende Veranstaltungen sowie Kolloquien. „Zukunft braucht Herkunft“ ist ein Credo unserer Brauerei. Wir wünschen den Besuchern der Sonderausstellung interessante Einblicke in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges.“

Die Schirmherrschaft hat Landrat Kai Emanuel übernommen. Die Ausstellungen öffnen ihre Tore von Mai bis Oktober.

©Heike Nyari

IZ

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